PfadnavigationHomePodcastsAha!Wissenschafts-PodcastQuantenphysik im Alltag – Wofür es den Nobelpreis gibtVeröffentlicht am 14.10.2025Lesedauer: 3 MinutenQuantencomputer, Supraleiter und seltsame Effekte aus der Welt der Teilchenphysik – klingt abstrakt, hat aber reale Auswirkungen auf unseren Alltag. Eine aktuelle Entdeckung, die nun mit dem Nobelpreis ausgezeichnet wurde, bringt die Quantenmechanik erstmals sichtbar in unsere Welt.Außerdem geht es in dieser Folge um die Frage, wie wichtig es ist, dass wir morgens Wasser trinkenAbonnieren Sie den Podcast unter anderem bei Spotify, Apple Podcasts, Amazon Music oder direkt per RSS-Feed.Hier bekommen Sie schon einen kurzen Einblick in den Inhalt der Folge:In der aktuellen Folge von „Aha! Zehn Minuten Alltagswissen“ geht es um die Forschung, für die John Clarke, Michel Devoret und John Martinis mit dem Nobelpreis für Physik ausgezeichnet wurden. Die drei Wissenschaftler von der University of California haben erstmals quantenmechanische Effekte im sichtbaren Maßstab experimentell nachgewiesen – ein entscheidender Schritt für moderne Technologien. Der Phyisker und Wissenschaftsjournalist Norbert Lossau erklärt, worum es in der Forschung der ausgezeichneten Physiker ging und was das mit uns zu tun hat. Quantenphysik im MillimeterbereichÜblicherweise gelten die Gesetze der Quantenmechanik nur im mikroskopischen Bereich – also bei Atomen oder Elektronen. Dass sie sich auch in der makroskopischen Welt beobachten lassen, galt lange als unmöglich. Genau das gelang den nun ausgezeichneten Physikern: Sie konnten den sogenannten Tunneleffekt, bei dem Teilchen scheinbar „durch Wände gehen“, an einem supraleitenden Stromkreis mit der Größe von etwa einem Millimeter nachweisen. Eine zentrale Rolle spielen dabei sogenannte Josephson-Kontakte – spezielle Übergänge zwischen zwei Supraleitern.Von der Grundlagenforschung zur AnwendungDie ursprünglichen Experimente hatten keinerlei praktische Anwendungen im Blick. Dennoch erwiesen sich die Erkenntnisse später als entscheidend – etwa für die Entwicklung extrem empfindlicher Sensoren. Solche Sensoren messen heute winzige Magnetfelder im menschlichen Gehirn oder Herzen und werden etwa in der medizinischen Diagnostik eingesetzt. Auch in der Geophysik und bei verlustfreier Stromübertragung finden Supraleiter Anwendung.Ob diese Technik auch das Fundament für leistungsfähige Quantencomputer bildet, ist offen. Zwar beruhen einige aktuelle Ansätze auf den damals erforschten Josephson-Kontakten, doch konkurrieren weltweit verschiedene Technologien miteinander. Ein Nobelpreis für den Quantencomputer selbst steht daher noch aus – bislang.Diese Zusammenfassung wurde mithilfe von KI aus dem Transkript unseres Wissenschaftspodcasts erstellt.„Aha! Zehn Minuten Alltagswissen“ ist der Wissenschafts-Podcast von WELT. Darin klären wir, was es mit weitverbreiteten Mythen auf sich hat. Und welche Sie davon wirklich glauben können. Lindert ein Konterbier den Kater? Und härtet kaltes Duschen ab? Was stimmt wirklich – und was nicht? Wir gehen außerdem psychologischen Phänomenen auf den Grund: Der Angst, etwas zu verpassen zum Beispiel. Oder der Frage: Warum wir im Schlaf reden? Um all diese Fragen zu beantworten, sprechen wir mit Expertinnen und Experten, die uns helfen, die Welt noch besser zu verstehen. Faktenbasiert und auf dem aktuellen Stand der Forschung – und das alles in nur zehn Minuten. „Aha! Zehn Minuten Alltags-Wissen“ erscheint immer dienstags, mittwochs und donnerstags ab 5 Uhr. Wir freuen uns über Feedback an wissen@welt.de.