PfadnavigationHomePolitikAuslandGaza-Aktivismus„Ich denke, sie sollte einen Arzt aufsuchen“ – Trump spottet über Greta ThunbergVeröffentlicht am 07.10.2025Lesedauer: 2 MinutenRund 160 Beteiligte an der „Gaza-Hilfsflotte“ sind von Israel nach Griechenland abgeschoben worden – darunter auch Greta Thunberg, die Israels Militär Vorwürfe machte. „Sie sollte zum Arzt gehen – sie ist zu irre“, so US-Präsident Trump über die Aktivistin.Nach der Abschiebung aus Israel hat die Ex-Klimaaktivistin Greta Thunberg dem israelischen Militär Vorwürfe gemacht. Als der US-Präsident danach gefragt wird, stellt Trump das Engagement der 22-Jährigen grundsätzlich infrage.US-Präsident Donald Trump hat die schwedische Aktivistin Greta Thunberg nach deren Abschiebung aus Israel scharf kritisiert. In Washington reagierte Trump auf Fragen von Reportern zu dem Vorfall und bezeichnete Thunberg als „Unruhestifterin“.Trump stellte auch Thunbergs Engagement infrage: „Sie interessiert sich nicht mehr für die Umwelt, sondern jetzt für so etwas?“ Dann fügte er hinzu: „Sie hat ein Problem mit der Bewältigung von Wut, ich denke, sie sollte einen Arzt aufsuchen“, fährt Trump fort. „Sie ist so wütend, sie ist so verrückt.“Die inzwischen 22 Jahre alte Aktivistin war gemeinsam mit anderen propalästinensischen Unterstützern festgenommen worden, nachdem sie versucht hatten, die Seeblockade des Gazastreifens zu durchbrechen. Insgesamt hat Israel 171 weitere Aktivisten der gestoppten Hilfsflotte für den Gazastreifen abgeschoben, darunter auch deutsche Staatsbürger. Thunberg hatte im Anschluss dem israelischen Militär vorgeworfen, die Aktivisten hätten in der israelischen Haft „Misshandlungen“ erlitten, ohne jedoch Details zu nennen. Rima Hassan, eine französische Abgeordnete der Linksaußenpartei La France Insoumise (LFI), erhob bei der Ankunft in Athen hingegen konkrete Vorwürfe: „Ich wurde von zwei Polizisten geschlagen, als sie mich in den Polizeiwagen beförderten“, sagte sie. Weitere Aktivisten seien ebenfalls geschlagen worden.138 Aktivistinnen und Aktivisten der „Global Sumud Flotilla“ sollen sich weiterhin in Israel in Haft befinden.Trump und Thunberg haben eine VorgeschichteEs ist nicht das erste Mal, dass Trump Thunberg Aggressionsprobleme unterstellt. Als die damals 16-jährige Aktivistin 2019 auf dem Cover des „Time Magazine“ zur Person des Jahres gekürt wurde, bezeichnete Trump dies als „so lächerlich“. Und gab Thunberg zudem den Ratschlag: „Greta muss an ihrem Problem mit Aggressionsbewältigung arbeiten und dann mit einem Freund einen guten alten Film anschauen! Entspann dich, Greta, entspann dich!“ Unvergessen ist zudem eine Fast-Begegnung der beiden Protagonisten bei den Vereinten Nationen. Dabei scheint Trump Thunberg zu ignorieren. Ein Video-Clip, der diese Szene im Jahr 2019 einfing, ging im Anschluss viral. Thunberg sagte allerdings auch, dass sie ein Treffen mit Trump für „Zeitverschwendung“ halte.kami mit AFP