PfadnavigationHomePodcastsAha!Wissenschafts-PodcastMommy Brain – wie Schwangerschaft das Gehirn verändertVeröffentlicht am 07.10.2025Lesedauer: 3 MinutenViele Frauen kennen das sogenannte Mommy Brain während und nach der Schwangerschaft. Doch was häufig als Gedächtnislücke abgetan wird, ist in Wahrheit ein hochkomplexer Umbau des Gehirns. Eine Neurowissenschaftlerin erklärt, wie die Umstrukturierung abläuft und was sie bewirkt.Außerdem geht es um die Frage, ob man wirklich weniger Geld ausgibt, wenn man bar bezahlt? Abonnieren Sie den Podcast unter anderem bei Spotify, Apple Podcasts, Amazon Music oder direkt per RSS-Feed.Hier bekommen Sie schon einen kurzen Einblick in den Inhalt der Folge:2016 konnte eine Studie aus Spanien und den Niederlanden erstmals nachweisen: Schwangerschaft und Geburt verändern die Struktur des Gehirns – messbar und tiefgreifend. Die Neurowissenschaftlerin Erika Barba-Müller war maßgeblich an dieser Studie beteiligt.In dieser Folge von „Aha! Zehn Minuten Alltagswissen“ erklärt die Forscherin, was im Gehirn von Müttern während und nach der Schwangerschaft passiert, welche Fähigkeiten dadurch gestärkt werden, welche vorübergehend leiden können und ob ein ähnlicher Prozess auch bei Vätern oder Adoptiveltern zu beobachten ist.Ein tiefgreifender UmbauIm MRT lassen sich Mütter und kinderlose Frauen klar unterscheiden. Der Grund: Schwangerschaft verändert großflächig die Struktur der Großhirnrinde. Bestimmte Bereiche der grauen Substanz nehmen ab. Was wie ein Verlust klingt, ist in Wirklichkeit ein gezielter Umbau. Das Gehirn wird effizienter und spezialisiert sich auf die neue Rolle: Es reagiert sensibler auf das Baby, das soziale Verständnis wächst, und die Aufmerksamkeit für Gefahren steigt.Das Belohnungssystem springt bei Müttern besonders stark auf das eigene Kind an – ein Mechanismus, der Fürsorge und Motivation antreibt. Gleichzeitig leiden kurzfristig oft Gedächtnis und Aufmerksamkeit für andere Dinge. Die Ressourcen des Gehirns werden dort gebündelt, wo sie am dringendsten gebraucht werden: beim Schutz und der Versorgung des Kindes.Risiko DepressionSo tiefgreifend der Umbau ist, er bringt auch Risiken mit sich. 10 bis 20 Prozent der Frauen entwickeln nach der Geburt depressive Symptome oder Angststörungen. Diese sind eng mit den hormonellen und strukturellen Veränderungen im Gehirn verbunden, auch wenn die genauen Mechanismen noch nicht vollständig verstanden sind. Entscheidend ist: Diese Erkrankungen sind real, behandelbar und nicht die Schuld der Mutter.Erste Studien zeigen, dass die Gehirnveränderungen langfristig bestehen – mindestens sechs Jahre, vielleicht sogar Jahrzehnte. Frauen mit mehreren Kindern scheinen sogar weniger Anzeichen von Hirnalterung aufzuweisen, was auf kumulative und möglicherweise schützende Effekte hindeutet.Und die Väter?Auch bei Vätern zeigen sich Veränderungen im Gehirn, jedoch weniger hormonell gesteuert, sondern erfahrungsbasiert. Wer sein Kind füttert, tröstet oder spielt, aktiviert Bereiche, die Bindung, Fürsorge und emotionale Verarbeitung fördern. Ebenso profitieren Adoptiveltern von diesen erfahrungsbasierten Anpassungen. Für biologische Mütter ist es eine Kombination: Hormone bereiten vor, praktische Fürsorge formt das Gehirn weiter. Elternschaft, ob biologisch oder durch gelebte Fürsorge, hinterlässt also bei allen Spuren im Gehirn.Diese Zusammenfassung wurde mithilfe von KI aus dem Transkript unseres Wissenschaftspodcasts erstellt.„Aha! Zehn Minuten Alltagswissen“ ist der Wissenschafts-Podcast von WELT. Darin klären wir, was es mit weitverbreiteten Mythen auf sich hat. Und welche Sie davon wirklich glauben können. Lindert ein Konterbier den Kater? Und härtet kaltes Duschen ab? Was stimmt wirklich – und was nicht? Wir gehen außerdem psychologischen Phänomenen auf den Grund: Der Angst, etwas zu verpassen zum Beispiel. Oder der Frage: Warum wir im Schlaf reden? Um all diese Fragen zu beantworten, sprechen wir mit Expertinnen und Experten, die uns helfen, die Welt noch besser zu verstehen. Faktenbasiert und auf dem aktuellen Stand der Forschung – und das alles in nur zehn Minuten. „Aha! Zehn Minuten Alltags-Wissen“ erscheint immer dienstags, mittwochs und donnerstags ab 5 Uhr. Wir freuen uns über Feedback an wissen@welt.de.
Mommy Brain – wie Schwangerschaft das Gehirn verändert - Podcast - WELT
Viele Frauen kennen das sogenannte Mommy Brain während und nach der Schwangerschaft. Doch was häufig als Gedächtnislücke abgetan wird, ist in Wahrheit ein hochkomplexer Umbau des Gehirns. Eine Neurowissenschaftlerin erklärt, wie die Umstrukturierung abläuft und was sie bewirkt.






