PfadnavigationHomePolitikAuslandProzess in BudapestUrteil verzögert sich – Maja T. bleibt weiter in U-Haft und berichtet von Nackt-KontrollenVeröffentlicht am 04.10.2025Lesedauer: 4 MinutenMaja T. im Februar 2025Quelle: picture alliance/ASSOCIATED PRESS/Denes ErdosDas Urteil gegen die linksexstremistische non-binäre Person Maja T. fällt später als erwartet. In Budapest sollen weitere Zeugen gehört und ein neues Gutachten eingeholt werden – die Haftbedingungen sorgen weiter für Kritik.Die Verhandlung und das geplante Urteil gegen die linksextremistische Person Maja T. finden nicht wie erwartet am 8. Oktober statt, sondern verzögern sich bis zum Jahr 2026. Dies bestätigten die Anwälte von T. auf Anfrage von WELT. Der zuständige Richter am Budapester Landgericht, József Sós, habe bei der letzten Sitzung am 2. Oktober mitgeteilt, dass in der kommenden Verhandlung am 8. Oktober statt einer Urteilsverkündung weitere Termine festgesetzt werden. Voraussichtlich wird der Prozess dann erst im Januar 2026 in Budapest fortgesetzt, erklärte Rechtsanwalt Sven Richwin. Den Rechtsvertretern von Maja T. zufolge ist einer der Gründe, dass am 8. Oktober noch einmal Zeugen gehört werden sollen, die sich in vorherigen Aussagen gegenseitig widersprochen hätten. Die Verteidigung geht außerdem davon aus, dass ein neues Gutachten über die Verletzungen eingeholt wird. Beides hatte die Verteidigung beantragt und betrifft den Angriff auf einen Sänger einer „Blood-and-Honor“-Band, dessen bisherige Aussage aus Sicht der Anwälte nicht belastbar ist. Das Landgericht Budapest wiederum reagierte nicht auf die Frage von WELT zu den Gründen für die Verzögerung. Prozessbeobachtern zufolge hatte der Richter gesagt, dass es am 8. Oktober „wenn überhaupt“ zu einem Abschluss der Beweisaufnahme komme. Das Gericht habe auf Antrag der ungarischen Staatsanwaltschaft außerdem eine Pressemitteilung des Generalbundesanwalts verlesen. Darin ging es um die Anklageerhebung gegen weitere sechs Mitglieder „einer linksextremistischen Vereinigung“, denen Taten in Erfurt, Magdeburg, Halle und Schwerin zur Last gelegt wurden. Dies solle „mutmaßlich die Bildung einer kriminellen Vereinigung“ untermauern, obwohl Maja T. daran gar keine Beteiligung vorgeworfen werde.Lesen Sie auchFür die Angehörigen von Maja T. und weitere Unterstützer um Vater Wolfram Jarosch, die sich „Solikomitee“ nennen, bedeutet die Verzögerung „ein weiteres Anhalten der Isolationshaft und der entwürdigenden Haftbedingungen“ für T.
Prozess in Budapest: Urteil verzögert sich – Maja T. bleibt weiter in U-Haft und berichtet von Nackt-Kontrollen - WELT
Das Urteil gegen die linksexstremistische non-binäre Person Maja T. fällt später als erwartet. In Budapest sollen weitere Zeugen gehört und ein neues Gutachten eingeholt werden – die Haftbedingungen sorgen weiter für Kritik.






