Das Auslaufen der Elektroauto-Förderung in den USA hat dem US-Elektroautobauer Tesla noch einmal einen Absatzschub beschert. Das Unternehmen lieferte nach Angaben vom Donnerstag im dritten Quartal gut 497 000 Fahrzeuge weltweit aus, das sind 7,4 Prozent mehr als vor Jahresfrist. Analysten hatten dagegen im Schnitt mit einem Absatzrückgang auf etwa 444 000 Fahrzeuge gerechnet.Allerdings dürfte es sich bei dem Absatzplus um einen vorübergehenden Effekt handeln. In den USA ist die Steuerermäßigung von 7500 Dollar für Elektroautos Ende September ausgelaufen, sodass die Verkäufe im vierten Quartal zurückgehen dürften. Analysten gehen davon aus, dass viele Kundinnen und Kunden ihre Elektroauto-Käufe vorgezogen haben. Tesla selbst hatte wiederholt auf die Sonderkonjunktur vor dem Ende der Förderung hingewiesen und seinen Absatz zusätzlich mit Sonderangeboten angekurbelt. Tesla-Chef Elon Musk hatte zuletzt gesagt, seinem Unternehmen stünden „einige schwierige Quartale“ bevor.In Europa leidet das Unternehmen zudem unter der zunehmenden Konkurrenz europäischer und asiatischer Hersteller. Der Absatz ist seit Monaten unter Druck, nicht zuletzt, weil das politische Engagement Musks für US-Präsident Donald Trump bei einigen Tesla-Fahrern schlecht ankam. Allein für August meldete der Branchenverband einen Absatzrückgang um mehr als ein Fünftel, der Marktanteil schrumpfte auf 1,5 Prozent.Für das Gesamtjahr erwarten Analysten einen Rückgang der Auslieferungen um zehn Prozent auf 1,61 Millionen Fahrzeuge. „Die Herausforderung besteht nun darin, mit der erwarteten Abkühlung zurechtzukommen“, sagte Matt Britzman, Tesla-Aktionär und Analyst beim Investmenthaus Hargreaves Lansdown. „Um den Schwung zu erhalten, braucht es ein neues, erschwingliches Modell.“ Tesla hatte zuletzt die Markteinführung einer günstigeren Version des Model Y in den USA um mehrere Monate verschoben. Das Fahrzeug könnte später auch in China und Europa gebaut werden.
Tesla-Absatz steigt plötzlich
Fast 500 000 Fahrzeuge lieferte das Unternehmen im dritten Quartal aus, das sind gut sieben Prozent mehr im Vergleich zum Vorjahr. Experten halten das plötzliche Wachstum aber für einen Einmaleffekt.











