Jahrmarkt in der schwedischen Provinz: Im Hintergrund streben die Besucher zu Fuß und in Pferdewagen einen Hang hinauf ins Städtchen dem Vergnügen entgegen. Das ist für einen von ihnen allerdings schon vorbei: In der rechten unteren Ecke des Bildes, hart an die Kante platziert, sind Rücken und Hinterkopf eines auf dem Erdboden liegenden Mannes zu sehen. Vor ihm im sattgrünen Gras sitzt, in einen rot gestreiften Festtagsrock gekleidet, seine Frau und blickt resigniert ins Leere. Sie wartet darauf, dass der Betrunkene seinen Rausch ausschläft. Den Hut des Gatten hält sie in der Hand. Das Bild vereinigt viel von dem, was das Werk des Künstlers Anders Zorn, 1860 im schwedischen Mora geboren und dort 1920 auch gestorben, ausmacht: eine meisterhafte Technik, die einen impressionistischen Pinselstrich, leuchtende Farbigkeit, überraschende Bildausschnitte und tiefe, Dynamik vermittelnde Perspektiven mit einem naturalistischen Blick auf die Wirklichkeit verbindet.
Maler Anders Zorn in Hamburg: Weltmann, tief in Schweden verwurzelt
Die Hamburger Kunsthalle zeigt den schwedischen Maler Anders Zorn als einstigen Superstar, der aber auch heute noch mit seinen Porträts überzeugt.







