Wieder hat Ingrid Noll eine Ich-Erzählerin erfunden. Ihre früheste hieß Rosemarie Hirt und war die Heldin des ersten Romans „Der Hahn ist tot“, der 1991 erschien. Sie war auch Ingrid Nolls erste Mörderin, mit ihr öffnete sie die Tür für viele Nachfolgerinnen. Das Manuskript hatte sie an den Diogenes Verlag geschickt, der es annahm und dem die Autorin bis heute treu geblieben ist. Erst mit Mitte fünfzig konnte Ingrid Noll das Schreiben ganz zu ihrer Sache machen, nachdem die drei Kinder aus dem Haus waren und sie ihrem Mann, dem Arzt Peter Gullatz, der 2021 starb, in dessen Praxis in Weinheim geholfen hatte. Dort, an der badischen Bergstraße, lebt sie bis heute. Geboren aber wurde Noll 1935 in Nanjing als Tochter eines deutschen Arztes, der mit seiner Familie 1949 nach Deutschland zurückkehrte. Ingrid Noll besuchte ein katholisches Mädchengymnasium in Bad Godesberg und begann dann in Bonn ein Studium der Germanistik und Kunstgeschichte.
Zu ihrem Neunzigsten legt Ingrid Noll „Nachteule“ vor
Neues von der Grande Dame des deutschen Krimis: Pünktlich zu ihrem neunzigsten Geburtstag veröffentlicht Ingrid Noll ihren etwas anderen Roman „Nachteule“.






