PfadnavigationHomeICONISTTrends„Toxic Positivity“„Im Extremfall kann krampfhafter Optimismus im Burn-out enden“Von Elena ZelleVeröffentlicht am 08.10.2025Lesedauer: 5 MinutenAuch negative Gefühle haben ihre Berechtigung, und wir sollten sie annehmen. Aber hingeben sollte man sich ihnen nichtQuelle: dpaImmer das Positive sehen? Optimistisch sein? Das soll die Lösung sein? Nein. Wer negative Gefühle dauernd beiseiteschiebt, macht es sich nur schwerer. Es kommt auf eine gute Balance an – aber wie schafft man die?„Sieh es positiv“, „Konzentriere dich auf die guten Seiten“, „Du musst da optimistisch rangehen“: Solche Ratschläge hat jeder wahrscheinlich schon unzählige Male gehört. Wer in den sozialen Medien unterwegs ist, wird vermutlich auch schon über den Hashtag #goodvibesonly gestolpert sein. Er bedeutet „Nur gute Laune“ beziehungsweise „Nur gute Gefühle“. Für dieses überzeichnete positive Denken gibt es auch einen Begriff: „Toxic Positivity“, was so viel heißt wie schädliche oder giftige Positivität oder Optimismus. Denn auch negative Gefühle sind wichtig. Übertrieben positives Denken schadet uns sogar eher als es nützt, wie zwei Expertinnen erklären:Gute Gefühle gibt es viele, sagt Dorothee Salchow. Sie ist Coach in Hamburg und Dozentin der Gesellschaft für Positive Psychologie. Die zehn positiven Emotionen sind:* Vergnügen