Am 2. Mai 1941 um 11 Uhr beginnt im Berliner Bezirk Tiergarten ein mehrstündiges Planungstreffen von Staatssekretären und hohen Funktionären verschiedener Ministerien und Behörden. Sieben Wochen vor dem Beginn des Vernichtungskrieges gegen die Sowjetunion diskutieren die versammelten Herren über die Frage, wie die Soldaten der Wehrmacht während des geplanten weiträumigen Feldzuges mit Lebensmitteln versorgt werden sollen. Die Runde entscheidet sich dafür, die fruchtbaren Regionen des Vielvölkerstaates rücksichtslos auszubeuten, damit die deutsche Armee vollständig daraus ernährt werden kann. Was das im Ergebnis bedeutete, hielt das Sitzungsprotokoll lapidar fest: „Hierbei werden zweifellos zig Millionen Menschen verhungern, wenn von uns das für uns Notwendige aus dem Lande herausgeholt wird.“
Massenmord als Ritterspiel: Neue Biografie über Hermann Göring
Der Journalist Andreas Molitor hat eine flott geschriebene, aber auch psychologisierende Biografie über die NS-Größe Hermann Göring verfasst.







