Die Stadt München will künftig Veranstaltungen in ihren Räumen verbieten, bei denen sie antisemitische Inhalte erwartet. Dabei spielt die Kommune im engen Doppelpass mit dem Freistaat Bayern. Innenminister Joachim Herrmann (CSU) verkündete am Montag einen Beschluss des Kabinetts, die dafür nötige Änderung eines Landesgesetzes auf den Weg zu bringen. Darin will der Freistaat zudem eine Verherrlichung und Verharmlosung des Nationalsozialismus in kommunalen Räumen unterbinden. Der Freistaat komme damit seiner besonderen Verpflichtung zum Schutz jüdischen Lebens in Bayern nach, begründet der Innenminister den Vorstoß.