PfadnavigationHomeRegionalesHamburgArchitekturwettbewerbEntwurf zur Bornplatzsynagoge in Hamburg stehtVeröffentlicht am 19.09.2025Lesedauer: 2 MinutenVisualisierung aus einer Machbarkeitsstudie für den Neubau der Bornplatzsynagoge in HamburgQuelle: Architekturbüro Wandel Lorch Götze WachMit dem nun ausgewählten Entwurf der Architektenbüros Schulz und Schulz, Haberland und die POLA Landschaftsarchitekten soll das jüdische Gotteshaus am Grindelhof an seinem angestammten Platz neu errichtet werden. Nun geht es an die Detailplanungen.Für den Wiederaufbau der Bornplatzsynagoge in Hamburg steht der Siegerentwurf fest. Die Architektenbüros Schulz und Schulz (Leipzig), Haberland und die POLA Landschaftsarchitekten (beide Berlin) haben den durch die Jüdische Gemeinde in Hamburg ausgerichteten Architektenwettbewerb gewonnen. Eine 27-köpfige Jury habe das Planungsteam mit seinem Entwurf einstimmig zum Sieger des Wettbewerbs gekürt, informierte die Stiftung Bornplatzsynagoge am Freitag. „Der Wiederaufbau der Bornplatzsynagoge ist ein wichtiges Projekt zur Stärkung des jüdischen Lebens in Hamburg“, sagte Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD).Lesen Sie auchDer Entwurf gebe der historischen Synagoge ihren angestammten Platz am Grindelhof zurück. Zusammen mit einer Bibliothek, einem Gemeindesaal und neuen Wohnungen solle „ein stimmiges Gesamtensemble“ entstehen, sagte Franz-Josef Höing, Oberbaudirektor der Stadt Hamburg. Der Entwurf vereine den Wunsch der Jüdischen Gemeinde nach Offenheit durch verschiedene Begegnungsräume wie auch nach Sicherheit, erklärte Philipp Stricharz, Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde in Hamburg.Nach der Kür des Siegerentwurfs gehe es nun an die genauere Planung der Bauvorhaben, sagte Jan Pörksen (SPD), Staatsrat und Chef der Senatskanzlei. In einem nächsten Schritt werde das Vergabeverfahren für die Fachplanung durchgeführt, anschließend könnten genauere Angaben zu Zeiträumen und Kosten gemacht werden. Der Hamburger Senat, die Bürgerschaft und der Bund hätten ihre Unterstützung erklärt.Die ehemalige Synagoge am Bornplatz zählte zu den größten Synagogen Deutschlands. Sie war mehr als 30 Jahre religiöses, kulturelles und gesellschaftliches Zentrum der Jüdischen Gemeinde in Hamburg. Nach der Schändung und Plünderung im Zuge des Novemberpogroms 1938 wurde die Synagoge zwangsweise von Nationalsozialisten abgerissen.epd