„What a great show“, dröhnt es an diesem Sonntagvormittag lautstark aus den Boxen über den Max-Joseph-Platz in der Münchner Innenstadt. Der Moderator des bayerischen Autobauers BMW, der sich mit all seinen Marken in riesigen Pavillons vor dem Nationaltheater breit gemacht hat, gibt am letzten Tag der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) in der Landeshauptstadt noch einmal alles. Nur keine schlechte Stimmung aufkommen lassen angesichts des einsetzenden Regens. Und vor der Bühne beginnen tatsächlich einige Besucherinnen und Besucher gemeinsam mit Promotern und Messehosts zu tanzen. Die Automesse, die nach 2021 und 2023 zum dritten Mal in München stattfand, klingt ausgelassen aus – und bricht alle Rekorde.

Der Verband der Automobilindustrie (VDA), der die „IAA Mobility“ – so der offizielle Name der Automesse – veranstaltet, verzeichnete an den sechs Ausstellungstagen „deutlich“ mehr als eine halbe Million Besucher. Damit sei der Rekordwert aus dem Jahr 2023, als etwa 530 000 Menschen die sogenannten Open Spaces auf zentralen Plätzen im Münchner Zentrum sowie die Fachmesse „Summit“ in der Messestadt Riem bevölkerten, noch einmal übertroffen worden, teilt der VDA mit.

Vor allem die Open Spaces, die kostenfrei und öffentlich zugänglichen Ausstellungsflächen etwa auf dem Max-Joseph-Platz, dem Königsplatz, dem Marienplatz, der Ludwigstraße und dem Odeonsplatz, zogen auch in diesem Jahr wieder die Massen an. Präsentiert wurden den Besucherinnen und Besuchern laut VDA von den etwa 750 Ausstellern aus 37 Ländern mehr als 350 Weltpremieren und Neuheiten – auch von Herstellern alternativer Antriebsformen und E-Pedelecs sowie von der Münchner S-Bahn. Das waren 17 Prozent mehr als noch vor zwei Jahren. Dabei spielten vor allem Neuheiten aus dem Bereich der Elektromobilität eine große Rolle – auch und gerade aus dem Ausland.