Schon um halb elf am Dienstag, also eine halbe Stunde vor Beginn der IAA im Stadtzentrum, hat sich vor dem BMW-Pavillon am Max-Joseph-Platz eine Schlange gebildet. Sie reicht von der Residenzstraße bis zum Eingang des Residenztheaters, das dürften um die 100 Meter sein. Als die Security-Mitarbeiter um 11 Uhr dann die Sperre beseitigen, setzt sich die Menge langsam in Bewegung, drinnen erwartet einen zunächst eine Taschenkontrolle, die die Besucher geduldig über sich ergehen lassen.
Und dann: Das angekündigte Londoner Flair geht wohl unter in der Menschenmenge, vor lauter Gedränge dauert es, bis man mal einen Blick auf die Fahrzeuge erhaschen kann. Der elektrische iX3, der aus Sicht des Autobauers eine neue Ära einläuten soll, ist aber bereits von Weitem zu erkennen. Er steht auf einem mehrere Meter hohen Podest. Ansonsten präsentiert sich dort auch die Marke Mini – in einem Maxi-Umfeld. Auf einem Sonnendeck, am Eröffnungstag eher ein Nieselregendeck, gibt es kostenlos Wasser und Kaffee, viele Besucher nehmen direkt die Treppen nach oben, ohne sich groß um die Autos zu kümmern.
Die IAA sprengt diesmal alle Dimensionen. 748 Aussteller aus 37 Ländern sind es auf dem Messegelände in Riem und in der Stadt. Doch nicht jedem gefällt, dass die Autoindustrie sich von Dienstag bis Sonntag im Zentrum so breit machen darf. Die Grünen etwa haben am Dienstag per Mitteilung gefordert, dass die Aussteller mehr Standmiete an die Stadt zahlen sollen, aktuell kostet ein Stand tatsächlich nicht mehr als 30 Cent Sondernutzungsgebühr pro Quadratmeter.













