Stéphane Séjourné bewegt sich in diesen Tagen zwischen zwei Krisen. In Paris ist gerade die siebte Regierung Emmanuel Macrons zerbrochen. Und in Brüssel verhandelt die EU-Kommission mit den Chefs der großen Autokonzerne über die Zukunft einer Schlüsselindustrie. Séjourné, lange Macrons Mann im Europäischen Parlament, dann kurz Frankreichs Außenminister, ist heute Vizepräsident der EU-Kommission, verantwortlich für „Wohlstand und Industriepolitik“. Er will Europas Autohersteller vor dem Absturz bewahren – mit Milliarden Euro, politischem Druck und klarem Vorrang für europäische Produkte. In München hat er zur IAA seine Botschaften präsentiert.