PfadnavigationHomePolitikAusland„So bald wie möglich“„Bedenken der Industrie gehört“ – EU will Verbrenner-Aus ab 2035 überprüfenVeröffentlicht am 12.09.2025Lesedauer: 2 MinutenDie EU-Kommission hat mitgeteilt, dass sie das Verbot von Verbrennermotoren bei Neuwagen ab 2035 früher als bisher geplant überprüfen wolle. Die Überprüfung soll „so bald wie möglich durchgeführt“, wie ein Sprecher von Industriekommissar Stéphane Séjourné betonte.Eigentlich sollen ab 2035 nur noch emissionsfreie Autos in der EU zugelassen werden. Nun kündigt die Kommission an, das Verbrenner-Aus schnellstmöglich zu überprüfen. Von der Leyen bekundet den Willen, „Dekarbonisierung und Technologie-Offenheit“ miteinander zu verbinden.Die Europäische Union will nach Angaben aus der Kommission das Verbot von Verbrennermotoren bei Neuwagen ab 2035 früher als bisher geplant überprüfen. „Die gesetzlich vorgesehene Überprüfung wird so bald wie möglich durchgeführt“, teilte ein Sprecher von Industriekommissar Stéphane Séjourné am Freitag nach einem Treffen von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen mit Vertretern der Autoindustrie in Brüssel mit. Bisher war eine Überprüfung im kommenden Jahr vorgesehen.Der Kommission zufolge würde diese Prüfung nun also noch vor Ende des laufenden Jahres vorgenommen. Angesichts der aktuellen Schwierigkeiten der Branche hatte die Industrie auf einen beschleunigten Zeitplan gedrängt. Autobauer und Zulieferer hoffen auf Lockerungen bei den Vorgaben. Von der Leyen erklärte nach dem Treffen am Freitagvormittag im Onlinedienst X, sie habe „die Bedenken der Industrie gehört“. Angesichts des „technologischen Wandels im Mobilitätsbereich und der geopolitischen Umwälzungen“ könne es kein „Weiter so“ geben. „Wir werden Dekarbonisierung und Technologie-Offenheit miteinander verbinden.“Bundesverkehrsminister begrüßt baldige Überprüfung von Verbrenner-AusBundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) begrüßt die geplante Überprüfung „ausdrücklich“. „Wir brauchen realistische und technologieoffene Lösungen, die den Standort Europa stärken und den Menschen Mobilität sichern“, erklärte Schnieder am Freitag. „Klimaschutz bleibt unser Ziel, aber er muss mit Wirtschaftlichkeit und Akzeptanz vereinbar sein.“ Lesen Sie auchDeshalb sei es richtig alle Antriebsoptionen einzubeziehen – „vom batterieelektrischen Fahren über Wasserstoff bis hin zu klimaneutralen synthetischen Kraftstoffen“. Schnieder betonte: „Nur so schaffen wir die notwendige Planungssicherheit für Industrie, Beschäftigte und Autofahrer.“AFP/dol/saha