PfadnavigationHomePolitikDeutschlandVerordnung von BasBundesregierung beschließt Nullrunde beim Bürgergeld für 2026Veröffentlicht am 10.09.2025Lesedauer: 2 MinutenBundesarbeitsministerin Bärbel Bas bei einer Zollkontrolle im Duisburger HafenQuelle: Christoph Reichwein/dpaBei der Berechnung der Höhe des Bürgergelds fließen Preise und Löhne ein. Eigentlich müsste das Bürgergeld gekürzt werden, weil die Inflation überschätzt worden war. Wegen einer gesetzlichen Schutzklausel setzt die SPD-Arbeitsministerin nun auf eine Nullrunde.Die mehr als fünf Millionen Bezieher von Bürgergeld werden im kommenden Jahr keine Erhöhung ihrer Bezüge bekommen. Wie aus einer am Mittwoch vom Bundeskabinett auf den Weg gebrachten Verordnung hervorgeht, bleiben die sogenannten Regelsätze für den monatlichen Lebensunterhalt 2026 unverändert. Für einen alleinstehenden Erwachsenen gibt es weiterhin 563 Euro im Monat. Die Verordnung von Arbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) muss noch vom Bundesrat gebilligt werden.Grund für die Nullrunde ist der gesetzliche Berechnungsmechanismus, mit dem die Regelsätze fortgeschrieben werden. Dabei fließen Preise und Löhne ein. Danach müsste das Bürgergeld eigentlich auf 557 Euro im Monat verringert werden, weil die Inflation bei der letzten Erhöhung 2024 überschätzt wurde. Eine gesetzliche Schutzklausel verhindert aber eine Kürzung. Die Regelung gilt auch für die Sozialhilfe. Es ist bereits das zweite Jahr in Folge ohne eine Erhöhung.Lesen Sie auchEine Ausnahme gibt es für die Grundleistungen für Asylbewerber in den ersten 36 Monaten ihres Aufenthalts. Für sie gilt die Schutzklausel nicht. Ihre Bezüge waren daher 2025 gesunken und steigen nun wieder, was für Länder und Kommunen zu Mehrausgaben von 51,2 Millionen Euro führt.Die monatlichen Zahlungen zum Lebensunterhalt im Bürgergeld waren in den Jahren 2023 und 2024 stark gestiegen, um jeweils 53 Euro und 61 Euro. Ausschlaggebend dafür war die hohe Inflation, die zeitnäher bei der Berechnung berücksichtigt wurde. Im Nachhinein wurde deutlich, dass die Erhöhung zu hoch ausfiel, weil die Entwicklung der Inflation überschätzt wurde.Die neue Bundesregierung will das Anpassungsverfahren auf der Grundlage der dann vorliegenden Einkommens- und Verbrauchsstichprobe und dem sich daraus ergebenden Bedarf der Bürgergeldbezieher ändern. Reuters/krott
Bürgergeld: Bundesregierung beschließt Nullrunde für 2026 - WELT
Bei der Berechnung der Höhe des Bürgergelds fließen Preise und Löhne ein. Eigentlich müsste das Bürgergeld gekürzt werden, weil die Inflation überschätzt worden war. Wegen einer gesetzlichen Schutzklausel setzt die SPD-Arbeitsministerin nun auf eine Nullrunde.








