PfadnavigationHomePodcastsAha!Wissenschafts-PodcastTattoos: Kunst auf der Haut – Risiko im Körper?Veröffentlicht am 10.09.2025Lesedauer: 3 MinutenQuelle: picture alliance/ASSOCIATED PRESS/Michael ProbstTattoos gelten längst als Alltagsschmuck. Doch neue Studien deuten auf mögliche Gesundheitsrisiken hin – von Allergien bis zu einem erhöhten Krebsrisiko. Ein Dermatologe erklärt, was beim Stechen passiert, wie die Farben im Körper wirken und was wir wirklich über die Langzeitfolgen wissen.Außerdem klären wir in dieser Folge den Unterschied zwischen den Kennzeichnungen „spülmaschinengeeignet“ und „spülmaschinenfest“. Hier können Sie die Folge direkt hören: Abonnieren Sie den Podcast unter anderem bei Spotify, Apple Podcasts, Amazon Music oder direkt per RSS-Feed.Hier bekommen Sie schon einen kurzen Einblick in den Inhalt der Folge:Fast jeder Fünfte in Deutschland trägt ein Tattoo – bei den 20- bis 29-Jährigen sogar fast jeder Zweite. Doch was viele nicht wissen: Nur ein kleiner Teil der Farbe bleibt tatsächlich in der Haut. Ein Großteil wandert über das Lymphsystem durch den Körper und kann sich in Organen oder Lymphknoten ablagern. Welche gesundheitlichen Folgen das haben kann, ist bislang kaum erforscht – erste Studien deuten aber auf mögliche Risiken hin. Der Dermatologe und Tattooexperte Peter Arne Gerber erklärt, was beim Stechen im Körper passiert, welche Nebenwirkungen Tattoos haben können und wie sicher die Farben heute wirklich sind. Was passiert beim Tätowieren im Körper?Die Farbe wird mit Nadeln in die Lederhaut eingebracht. Dort nehmen sogenannte Fresszellen die Pigmente auf – können sie aber wegen ihrer Größe nicht abbauen. So entsteht die dauerhafte Tätowierung. Allerdings: Nur etwa zehn Prozent der Farbe bleiben wirklich in der Haut. Rund 90 Prozent werden über das Lymphsystem abtransportiert und lagern sich in den zugehörigen Lymphknoten ein.Risiken und mögliche Folgen Bislang galten diese Ablagerungen als unbedenklich. Doch eine neue Zwillingsstudie aus Skandinavien aus dem Frühjahr 2025 fand erstmals einen Zusammenhang zwischen Tätowierungen und einem erhöhten Risiko für Hautkrebs und Lymphome – besonders bei großflächigen Tattoos. Viele Expertinnen und Experten sehen die Ergebnisse jedoch kritisch, da die Datenlage noch dünn ist und das Risiko bisher nicht in der Gesamtbevölkerung beobachtet wurde.Inhaltsstoffe und NebenwirkungenSeit 2022 sind in der EU mehr als 4000 problematische Stoffe in Tattoo-Farben verboten, darunter Schwermetalle und bestimmte Azoverbindungen. Dennoch fehlt bis heute eine Positivliste mit wirklich unbedenklichen Inhaltsstoffen. Akute Nebenwirkungen sind vor allem Allergien, insbesondere bei roten Farben, seltener auch Infektionen. Menschen mit Autoimmunerkrankungen oder Schwangere sollten ganz auf Tattoos verzichten.Diese Zusammenfassung wurde mithilfe von KI aus dem Transkript unseres Wissenschaftspodcasts erstellt.„Aha! Zehn Minuten Alltagswissen“ ist der Wissenschafts-Podcast von WELT. Darin klären wir, was es mit weitverbreiteten Mythen auf sich hat. Und welche Sie davon wirklich glauben können. Lindert ein Konterbier den Kater? Und härtet kaltes Duschen ab? Was stimmt wirklich – und was nicht? Wir gehen außerdem psychologischen Phänomenen auf den Grund: Der Angst, etwas zu verpassen zum Beispiel. Oder der Frage: Warum wir im Schlaf reden? Um all diese Fragen zu beantworten, sprechen wir mit Expertinnen und Experten, die uns helfen, die Welt noch besser zu verstehen. Faktenbasiert und auf dem aktuellen Stand der Forschung – und das alles in nur zehn Minuten. „Aha! Zehn Minuten Alltags-Wissen“ erscheint immer dienstags, mittwochs und donnerstags ab 5 Uhr. Wir freuen uns über Feedback an wissen@welt.de.
Tattoos: Kunst auf der Haut – Risiko im Körper? - Podcast - WELT
Tattoos gelten längst als Alltagsschmuck. Doch neue Studien deuten auf mögliche Gesundheitsrisiken hin – von Allergien bis zu einem erhöhten Krebsrisiko. Ein Dermatologe erklärt, was beim Stechen passiert, wie die Farben im Körper wirken und was wir wirklich über die Langzeitfolgen wissen.






