Tokio. In Japan hat nach der Rücktrittsankündigung von Ministerpräsident Shigeru Ishiba der Machtkampf um seine Nachfolge begonnen. Als Erster warf am Montag der frühere Außenminister Toshimitsu Motegi seinen Hut in den Ring.
Ishiba hatte am Sonntag nach nur kurzer Amtszeit seinen Rücktritt erklärt, bleibt aber geschäftsführend im Amt, bis die Regierungspartei LDP einen Nachfolger bestimmt hat. „Die LDP befindet sich in der schlimmsten Krise seit ihrer Gründung“, sagte der 69-jährige Motegi bei der Ankündigung seiner Kandidatur für den Vorsitz der Liberaldemokratischen Partei (LDP).
„Wir müssen uns schnell vereinen, um unsere ernsten Herausforderungen im In- und Ausland anzugehen und das Land voranzubringen.“ Auch Kabinettschef Yoshimasa Hayashi beabsichtigt zu kandidieren, wie aus dem Umfeld des Regierungssprechers verlautete.
Als Favoriten gelten jedoch die LDP-Veteranin Sanae Takaichi und Shinjiro Koizumi, Sohn des früheren Ministerpräsidenten Junichiro Koizumi. Beide haben ihre Kandidatur noch nicht offiziell erklärt, belegten aber bei der letzten Wahl zum Parteivorsitz im September 2024 die Plätze zwei und drei.










