Bevor der Königsplatz in München im Wochentakt zugemüllt, abgesperrt und auf jede nur denkbare Art als Spektakelzone unter dem Diktat des Stadtmarketings verramscht wurde, gehörte der Platz als Ergebnis einer königlichen Hellenismus-Sehnsucht und stadtplanerischer Größe den Bürgern. Erst später wurde einer der schönsten Plätze der Welt von den Nazis als Aufmarschplatz vereinnahmt, dann als Parkplatz geschunden und schließlich von der Eventindustrie entdeckt. Aktuell wird er von der Internationalen Automobilausstellung (IAA) in besonders drastischer, nämlich lobbyistischer Weise missbraucht.
Der Open Space beginnt hinter der Absperrung: die IAA und der öffentliche Raum
Die Internationale Automobilausstellung IAA will die Zukunft der Mobilität entschlüsseln. Tatsächlich bietet sie erstmal eine weitgehend abgeriegelte Innenstadt. Es wird Zeit, den immer absurderen Ausverkauf des öffentlichen Raumes zu stoppen.











