Neulich hat Donald Trump wieder einen seiner Auftritte gehabt, für die man eigentlich einen neuen Begriff erfinden müsste. Pressekonferenzen im eigentlichen Sinn sind sie ja nicht, denn die Presse ist Trumps Gegner und wenn er sie überhaupt benötigt, dann vor allem, damit sie seine abenteuerlichen Gedanken in die Welt sendet. Ich sehe mir alle Auftritte von Trump im Fernsehen an, so wie ich in den frühen Achtzigerjahren alle Bundestagsdebatten mit Helmut Kohl, Herbert Wehner und – wenn es sich ergab – mit Norbert Gansel angesehen habe, der immer so erschrocken empört getan hat und seine politischen Gegner „ganz bewusst“ mit „Herr Kollege“ angeredet hat. Es ist schön und rührend, dass dergleichen früher als Beleidigung durchgehen konnte. Heute schaue ich mir Debatten nicht mehr an, weil mir inzwischen der Sinn für das Obskure in der Politik abhandengekommen ist. Das Gekeife der AfD finde ich nur dann lehrreich, wenn ich den Ton abdrehe und die Gesichter anschaue. Zum Beispiel das Gesicht von Bernd Baumann, dem parlamentarischen Geschäftsführer, der immer so dreinschaut, als wohne eine bislang unbekannte Form von Wahnsinn in ihm.
Trump und das Militär in Washington: Das Pentagon heißt jetzt Kriegsministerium
Armee in Washington und das Pentagon heißt jetzt Kriegsministerium: Warum man inzwischen erschrickt man, wenn Trump Anflüge von Vernunft zeigt.










