Alexander Bublik ist da einer ganz großen Sache auf der Spur. Der kasachische Tennisprofi ist ein Schlawiner, deshalb war sein Zwei -Buchstaben-Kommentar zu Jannik Sinner freilich augenzwinkernd gemeint. „AI“, schrieb er bei Instagram, AI für den englischen Begriff artificial intelligence. Bereits vorher hatte er in den Katakomben des Arthur Ashe Stadium verraten, was er damit meint: „Den hat eine künstliche Intelligenz erschaffen.“
In der Tat spielt Sinner nicht erst bei den US Open weitgehend so gut, als sei er übermenschlich; als hätte jemand Chat-GPT gebeten, den möglichst perfekten Tennisspieler zu kreieren: Sinner bewegt sich, wie ein Mensch seiner Statur sich nicht bewegen können sollte. Er beschleunigt den Ball, wie ein Mensch mit diesen dünnen Armen es nicht können sollte. Roger Federer war oft Poesie in Bewegung, Sinner ist oft Perfektion in Bewegung. Zu bestaunen war das am Mittwoch gegen seinen Landsmann Lorenzo Musetti: Man hatte beim 6:1, 6:4, 6:2 in gerade mal zwei Stunden nicht den Eindruck, einem doch oft fehlerhaften KI-Produkt der Gegenwart beizuwohnen, sondern dem weiterentwickelten Modell; dem „T-1000“ aus den „Terminator“-Filmen.
Djokovic bei den US Open
Und jetzt gegen die Unschlagbaren










