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enn es um große Fälle und große Unternehmen ging, haben die beiden Staatsanwaltschaften München I und München II in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten stets konsequent bis nach ganz oben ermittelt. Bis in die Konzernvorstände von Audi, Siemens und der Deutschen Bank, bis in die Chefetagen der Landesbank und selbst der Formel 1. Ob es um Korruption, Betrug oder Steuerhinterziehung jeweils in großem Stil ging, die beiden Ermittlungsbehörden wollten eines immer ganz genau wissen: Haben die Chefs Schuld auf sich geladen? Oder zumindest versagt. Haben sie aktiv weggeschaut, um ihre Hände in Unschuld zu waschen? Haben sie schmutzige Geschäfte bewusst den unteren Etagen im Unternehmen überlassen?