PfadnavigationHomePS WELTAuto-NewsBremsen per KabelTechniktrend auf der IAA Veröffentlicht am 03.09.2025Lesedauer: 4 MinutenDie elektromechanische Bremse kommt ohne Hydraulikleitungen ausQuelle: ZFElektronik ersetzt Mechanik: By-Wire-Systeme machen Schluss mit Pedalwegen und Hydraulikdruck. Das schafft Platz, spart Energie – und ist der Schlüssel zum autonomen Fahren. SP-X/München. Auf der IAA Mobility in München rückt eine Technik in den Mittelpunkt, die Autos leiser, sparsamer und sicherer machen soll. Und den Weg fürs automatisierte Fahren ebnet - „By-Wire“. Dahinter steckt ein einfaches Prinzip: Statt Kräfte mechanisch oder über Hydraulikflüssigkeit zu übertragen, laufen die Befehle vom Pedal oder Lenkrad als elektronische Signale zu kompakten Stellmotoren an Bremse, Lenkung oder Antrieb. Das spart Bauteile, schafft Platz im Fahrzeug – und ermöglicht Funktionen, die mit klassischer Technik nur schwer umsetzbar wären.

Der Zulieferer ZF zeigt auf der Messe vor allem seine Brake-by-Wire-Systeme. In der „trockenen“ Ausführung kommt die Anlage ganz ohne Bremsflüssigkeit aus: An jedem Rad sitzt ein Elektromotor, der die Bremsbeläge direkt anlegt. Das System soll im Vergleich mit der hydraulischen Variante besonders schnell und präzise arbeiten. Und es verhindert das leichte „Schleifen“ der Beläge an der Scheibe, das bei herkömmlichen Bremsen Energie frisst und Feinstaub erzeugt. Für die Kunden der Zulieferer, die Autohersteller, hat der By-Wire-Ansatz aber noch weitere Vorteile: weniger Teile, weniger Leitungen, einfachere Montage – und mehr Freiheit beim Layout von Motorraum und Innenraum.