PfadnavigationHomeRegionalesHamburgBundesgerichtshofHamburger Drogen-Urteil gegen Kölner Gemüsehändler teilweise aufgehobenVeröffentlicht am 03.09.2025Lesedauer: 2 MinutenMarayke Frantzen (Richterbank, 5.v.l), Vorsitzende Richterin am Landgericht Hamburg, und weitere Prozessbeteiligte sitzen 2023 vor Beginn des Prozesstages im GerichtssaalQuelle: Christian Charisius/dpa2,3 Tonnen Kokain sollen aus Peru über Hamburg in die Niederlande geschmuggelt werden. In Hamburg greift der Zoll zu. Zwei Männer werden verurteilt und gehen in Revision. Nun gibt es die Entscheidung.Gut anderthalb Jahre nach der Verhängung langer Haftstrafen gegen zwei Drogenschmuggler vor dem Landgericht Hamburg hat der Bundesgerichtshof (BGH) das Urteil teilweise kassiert. Die Strafe gegen einen Kölner Gemüsehändler, der im Februar 2024 wegen der Einfuhr von Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge und Beihilfe zum Drogenhandel zu elf Jahre Gefängnis verurteilt worden war, wurde aufgehoben, wie der BGH mitteilte.Lesen Sie auchZudem wurde der Schuldspruch bezüglich des Drogenschmuggels im Rahmen einer Revision von den Karlsruher Richtern auf Beihilfe zur Einfuhr von Drogen geändert. Über das Strafmaß muss nun auf dieser Grundlage vor einer anderen Kammer des Hamburger Landgerichts neu verhandelt werden.Die Revision des zweiten, schon ursprünglich nur wegen Beihilfe zu sieben Jahren Haft verurteilten Mannes wurde hingegen abgewiesen. Bei ihm handelte es sich um den Buchhalter des Gemüsehändlers.2,3 Tonnen Kokain aus Peru in Hamburg sichergestelltIn dem Verfahren ging es um 2,3 Tonnen Kokain, die in Containern mit Dosenspargel versteckt von Peru über Hamburg in die Niederlande geliefert werden sollten. Die Drogen waren nach einem Hinweis der peruanischen Behörden vom deutschen Zoll in Hamburg sichergestellt worden.Lesen Sie auchNach Überzeugung des BGH lassen die vom Hamburger Gericht getroffenen Feststellung eine Verurteilung des Gemüsehändlers zwar wegen Beihilfe zum Drogenhandel zu. „Nicht jedoch die tateinheitliche Verurteilung wegen (mit-)täterschaftlich begangener Einfuhr von Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge“, heißt es in dem Beschluss.Bandenmäßiger Handel mit DrogenAnfang dieser Woche sind sechs Männer vor dem Landgericht Hamburg zu langen Haftstrafen verurteilt worden, die 1.000 Kilogramm Kokain in Metallfässern mit Balsamharz aus Brasilien eingeführt hatten. Die Strafkammer verhängte Strafen in Höhe von neun bis zwölf Jahren. Ihnen war bandenmäßiger Drogenhandel vorgeworfen worden.Lesen Sie auch„Wir sind davon überzeugt, dass sich die Angeklagten Ende 2021 zusammengeschlossen haben, um gemeinsam Straftaten im Bereich des Drogenhandels zu begehen“, sagte die Vorsitzende Richterin zur Urteilsbegründung.Die Männer im Alter von 23 bis 44 Jahren hatten im Oktober 2022 gemeinsam einen Container von einem Terminalgelände gestohlen, das Kokain in einer eigens dafür aufgebauten Halle geborgen, umgepackt und für den Weitertransport fertig gemacht.dfe, dpa