PfadnavigationHomeRegionalesHamburgDrogenhandelVerurteilter Kokaindealer bekommt Freigang und wird direkt festgenommenVeröffentlicht am 25.09.2025Lesedauer: 2 MinutenEin Pressesprecher des Zolls Hamburg präsentiert auf einem Medientermin im Hafen sichergestelltes Kokain (Symbolfoto)Quelle: Marcus Brandt/dpaEin Gefangener soll während seiner Freigänge ein großes Kokain-Geschäft geplant haben. Ermittlungen zeigen einen Bezug zu einem versuchten Schmuggel von 3,6 Tonnen Kokain über den Hamburger Hafen.Nach Ermittlungen zu einem großen Kokainhandel hat die Polizei einen 34-Jährigen in Oldenburg festgenommen. Der Mann soll gemeinsam mit anderen an der Planung und Organisation der Abnahme einer dreistelligen Kilogramm-Menge Kokain beteiligt gewesen sein, wie ein Polizeisprecher berichtete. Brisant: Der 34-Jährige sitzt derzeit wegen Rauschgifthandels im Gefängnis. Wenn die Vorwürfe stimmen, hat er die neuen kriminellen Geschäfte wahrscheinlich während seiner Freigänge organisiert. Bei einem Freigang wurde er nun auch festgenommen, inzwischen gibt es einen Untersuchungshaftbefehl. Freigänge bekommt der 34-Jährige vorerst nicht mehr. Lesen Sie auchIm Rahmen eines internationalen Ermittlungsverfahrens wurden im Juni 2025 sechs Männer festgenommen. Sie sollen versucht haben, 3600 Kilogramm Kokain über den Hamburger Hafen nach Deutschland zu bringen. Die Drogen waren in einem Kühlcontainer zwischen Bananen versteckt und wurden im Hafen von Southampton in Großbritannien sichergestellt. Nach Ankunft in Hamburg wurde der Container abgeholt und in eine Lagerhalle nach Winsen (Luhe) im Landkreis Harburg gebracht. Von dort aus wollten Kriminelle die Drogen weiterverteilen. Der jetzt verhaftete 34-Jährige plante den Ermittlungen zufolge gemeinsam mit anderen, einen Teil des Kokains abzunehmen. Um Beweise zu sichern, durchsuchten Beamte eine Wohnung und Geschäftsräume in Oldenburg.Gericht bleibt zwei Jahre unter HöchststrafeWegen des Schmuggels von knapp zehn Tonnen Kokain hatte das Hamburger Landgericht erst in der vergangenen Woche einen Mann zu 13 Jahren Haft verurteilt. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der 61 Jahre alte Kosovare bandenmäßig für die Einfuhr von Drogen in nicht geringer Menge verantwortlich war. Außerdem ordnete das Gericht an, gut 8,2 Millionen Euro als sogenannten Wertersatz einzuziehen.Lesen Sie auchInsgesamt ging es um neun Fälle, in denen das Kokain 2020 aus süd- und mittelamerikanischen Ländern auf dem Seeweg nach Hamburg geschmuggelt wurde.Die Staatsanwaltschaft hatte 14 Jahre Haft gefordert - ein Jahr weniger als die mögliche Höchststrafe. Als strafmildernd habe die Kammer ein umfassendes Geständnis des Angeklagten gewertet, sagte der Vorsitzende Richter. Strafverschärfend habe sich neben der großen Menge der Drogen das professionelle und stark arbeitsteilige Vorgehen ausgewirkt. Dabei habe der Angeklagte „eine leitende Position im Bandengeflecht“ eingenommen.dfe, dpa
Drogenhandel: Verurteilter Kokaindealer bekommt Freigang und wird direkt festgenommen - WELT
Ein Gefangener soll während seiner Freigänge ein großes Kokain-Geschäft geplant haben. Ermittlungen zeigen einen Bezug zu einem versuchten Schmuggel von 3,6 Tonnen Kokain über den Hamburger Hafen.






