Die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) hat im August mit neuen Bohrungen begonnen, um die Beschaffenheit des Untergrunds der Stadt im nördlichen Abschnitt der potenziellen U-Bahn-Linie U9 zu erkunden. Bis Ende September finden Bohrungen in der Heßstraße, der Karlstraße, der Schellingstraße, der Rottmannstraße, der Theresienstraße und dann noch einmal in der Karlstraße statt. Bis Ende November folgen weitere Bohrungen, die genauen Standorte will die MVG noch bekannt geben. Insgesamt sind dieses Jahr elf Bohrungen geplant.

Gestartet war das Bohrprogramm für die geplante U9 vor gut zwei Jahren. Damals war der südliche Abschnitt der geplanten Trasse dran, und die damalige Zweite Bürgermeisterin Münchens, Katrin Habenschaden, meinte über die Arbeiten, jede lange Reise beginne mit einem ersten Schritt.

Nun also folgt Schritt zwei. Dabei bohren die Arbeiter im Durchschnitt 50 Meter und maximal bis zu 75 Meter in die Tiefe und befördern Erdreich nach oben. Das wird im Anschluss von geotechnischen Sachverständigen untersucht. Die Beschaffenheit des Erdreichs ist wichtig für die weitere Planung. Sie hat zum Beispiel Einfluss auf das künftige Bauverfahren oder auf die Dicke der Tunnelwände. Faktoren wie diese wirken sich nach Angaben der MVG auf die Baukosten und die Dauer der Bauarbeiten aus.