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Kommentar: Eine andere Welt ist möglich – das zeigt das Mercosur-Abkommen Das größte Handelsabkommen der EU darf nur der Anfang sein. Jetzt geht es um Indien und Südostasien – und darum, ob Europa eine Alternative zum Protektionismus der USA bieten kann.
Jakob Hanke Vela 02.09.2025 - 18:52 Uhr Artikel anhörenUrsula von der Leyen beim Abschluss des Handelsabkommens zwischen der EU und den Mercosur-Staaten: Mit dem Bündnis möchte Europa seinen Einfluss in Lateinamerika sichern. Foto: BloombergDas Mercosur-Abkommen zeigt, was die EU leisten kann. Es schafft eine Freihandelszone von rund 715 Millionen Menschen – die größte, die Europa je ausgehandelt hat. Für europäische Unternehmen bedeutet das Zollersparnisse in Milliardenhöhe, besseren Zugang zu einem dynamischen Markt und Zugang zu strategisch wichtigen Rohstoffen wie Lithium aus Argentinien sowie zu Eisenerz, Kupfer und Kobalt aus Brasilien – genau den Materialien, die für Batterien, Windräder und Elektroautos unverzichtbar sind.Für Brasilien, Argentinien, Uruguay und Paraguay eröffnet sich zugleich die Chance auf Investitionen aus Europa – und darauf, die Industrie auf beiden Seiten des Atlantiks enger zu verzahnen. Sie wollen Teil europäischer Lieferketten werden und nicht nur Rohstofflieferanten sein. Das Abkommen ist damit auch ein geopolitisches Signal: Europa bleibt ein attraktiver Partner für Staaten, die im globalen Wettbewerb Alternativen zu China und den USA suchen.Kurz, Mercosur zeigt, um einen Slogan der Globalisierungskritiker umzudrehen: Eine andere Welt ist möglich.Gastkommentar Wir sind Weltmeister in einer Disziplin, die es nicht mehr gibt – jetzt kommt es auf vier Punkte an Mit dem Abkommen erfüllt die EU ihr Versprechen, gemeinsam mehr für die Mitgliedstaaten zu erreichen. Mit dem geballten wirtschaftlichen Hebel des Binnenmarkts ist Europa für andere Länder ein attraktiver Partner. Es ist ein Stück jener alten Welt des multilateralen Handels, die auf freiwilliger Kooperation statt auf Erpressung beruht – und die jenseits der USA noch existiert. Auch mit Mexiko hat die EU in diesem Jahr eine Vertiefung des bestehenden Abkommens ausgehandelt, die nun ratifiziert werden soll. Damit will Brüssel zeigen: Europa ist in der Lage, wieder Handelsabkommen auf die Spur zu setzen, nachdem es mehr als sechs Jahre kein großes Abkommen mehr abgeschlossen hat. Mehr zum Thema Unsere Partner Anzeige remind.me Jetziges Strom-/Gaspreistief nutzen, bevor die Preise wieder steigen Anzeige ImmoScout Jetzt kostenlos den Wert deiner Immobilie ermitteln Anzeige FREITAG® Immobilien FREITAG® Immobilien – Ihr Makler und Gutachter für München & Starnberg Anzeige Presseportal Direkt hier lesen! Anzeige STELLENMARKT Mit unserem Karriere-Portal den Traumjob finden Anzeige Expertentesten.de Produktvergleich - schnell zum besten Produkt









