Die britische Sängerin Raye lächelt charmant in die Menge. „Glücklich zu sein und eine fremde Person einfach nur anzulächeln – das ist doch das, was Musik ausmacht“, sagt sie. Es ist Samstagabend auf der großen Bühne des „Superbloom Festivals“. Tausende Gesichter strahlen zurück. Mit diesen Worten spricht die Sängerin vielen Besucherinnen und Besuchern aus der Seele – mit dieser Aussage, aber auch mit ihrem glamourösen Bühnenoutfit: Haare und Make-up sitzen perfekt. Ihr hautenges Kleid, bestickt mit Glitzersteinchen, funkelt dem Publikum entgegen und dürfte die ein oder andere Zuschauerin neidisch machen.

Mit Leoparden- und Kuhmustern bedruckter Kleidung, kunstvoll drapierten Frisuren und Glitzer dokumentieren viele ihren Superbloom-Besuch mit dem Smartphone – stets darauf bedacht, selbst makellos im Bild zu sein. Obwohl das Festival im Olympiapark mit ästhetischer instagramtauglicher Szenerie glänzt, steht die Musik weiterhin im Mittelpunkt. Ziel des Veranstalters ist es, ein vollumfängliches Pop-Festival für alle zubieten. Inklusion und Nachhaltigkeit sind ihnen besonders wichtig.

Wurde das Ziel erreicht? Ein Blick auf den ersten Tag des Superbloom-Festivals.

Zwei große Bühnen des Olympiastadions werden abwechselnd bespielt. Während auf der einen der nächste Auftritt vorbereitet wird, findet auf der Bühne daneben ein Konzert statt. Dadurch eröffnet es die Möglichkeit, nur mit kleinen Pausen dazwischen den ganzen Tag über das Stadion zu bespielen. Dort treten sowohl national gefeierte Bands wie Roy Bianco und die Abbrunzati Boys, aber auch Weltstars wie Post Malone und Shawn Mendes auf.