Auf den Wangen der U-Bahn-Passagiere glänzt feiner Glitzerstaub, Bauch- und Umhängetaschen sind prall gefüllt, die ersten Weinflaschen werden entkorkt und an die Lippen geführt – Samstag, Eröffnungstag des Superbloom-Festivals. Den Startschuss gibt um kurz vor zwölf Esther Graf. Noch tummelt sich lediglich eine kleine, gutgelaunte Schar von Fans vor der Bühne, als die österreichische Sängerin in dunkler Jacke auf die Super Stage im Münchner Olympiastadion prescht.

Das zweitägige Open-Air-Festival findet dieses Jahr zum vierten Mal statt. Seitdem hat das ambitionierte Programm des Festivals wieder etwas an Umfang verloren: In diesem Jahr besteht nur noch die Hälfte der ursprünglich elf Nicht-Musik-Themenbereiche – und auch Theater-, Tanz- und Zirkusangebote sind etwas geschrumpft.

Dennoch ist auch in diesem Jahr ein umfangreiches Programm geboten. Mit Auftritten internationaler Superstars wie Post Malone und Hozier auf den nebeneinanderliegenden Hauptbühnen – die Olympic Stage und die Super Stage bilden seit vergangenem Jahr eher eine einzige Bühne mit Trennwand als zwei separate Bühnen – über deutsche Größen wie Ikkimel und 01099 bis hin zu Artistenshows, „Dance-Twerkouts“ und DJ-Auftritten wird den Gästen wohl kaum langweilig werden.