Die Rufe von Fledermäusen bleiben für das menschliche Ohr meist verborgen – ihre Ultraschalllaute liegen außerhalb unseres Wahrnehmungsbereichs. Doch ein unscheinbarer Kasten im Süden der Münchner Frühlingsanlagen in der Nähe der Wittelsbacherbrücke kann die kleinen Säugetiere für Menschen hörbar machen – als Herzstück des neuen Münchner Fledermausparks.

Der Kasten ist etwa zwei Meter hoch und mit Holz verkleidet. Mit einem feinen Mikrofon fängt er die Fledermaus-Rufe, die einem Fiepen ähneln, ein und gibt sie in einer für das menschliche Ohr hörbaren Frequenz über einen kleinen Lautsprecher wieder.

Die Soundinstallation macht die Ultraschallrufe der Fledermäuse für Menschen hörbar.

(Foto: Hanne Wiesener/LBV)

Die Soundanlage ist jeweils in der Morgen- und in der Abenddämmerung für 90 Minuten eingeschaltet. Der Park ist rund um die Uhr geöffnet, und der Zutritt ist kostenlos. Die Eröffnung findet an diesem Sonntag um 19.30 Uhr statt, eine Stunde später geht die Soundinstallation in Betrieb. Der Park ist etwa sechs Hektar groß und voller Informationstafeln über die Tiere. Zum einen soll er Fledermäuse für die Menschen hör- und sichtbarer machen, zum anderen soll er den Tieren einen Lebensraum bieten, wie Isabel Rohde, die Verantwortliche des Projekts vom Landesbund für Vogel- und Naturschutz München (LBV), erklärt. Zusammen mit der Stadt München und der Rosner & Seidl Stiftung hat der LBV den Park ins Leben gerufen.