PfadnavigationHomePolitikDeutschlandIm ostwestfälischen LageWeiterer AfD-Kandidat von Bürgermeisterwahl ausgeschlossen – er ruft dennoch zu seiner Wahl aufVeröffentlicht am 27.08.2025Lesedauer: 2 MinutenQuelle: picture alliance/dpa/Carsten KoallDas Verwaltungsgericht Minden hat den Eilantrag von AfD-Politiker Uwe Detert gegen seinen Ausschluss von der Bürgermeisterwahl in Lage für unzulässig erklärt. Er darf somit bei der Wahl im September nicht antreten.AfD-Politiker Uwe Detert ist als Bürgermeisterkandidat im ostwestfälischen Lage ausgeschlossen worden. Das Verwaltungsgericht Minden befand dessen Eilantrag gegen die Entfernung von der Kandidatenliste für unzulässig, wie unter anderem die „Berliner Zeitung“ berichtet. Vor dem Oberverwaltungsgericht Münster kann die AfD noch Beschwerde gegen den Beschluss einlegen.Mitte Juli hatte der Wahlausschuss von Lage Zweifel an Deterts Verfassungstreue gesehen und sich dabei auf ein Dossier des nordrhein-westfälischen Verfassungsschutzes berufen. Später bestätigte der Kreiswahlausschuss in Lippe die Entscheidung.Auf Facebook beklagt sich Detert über seinen Ausschluss – und ruft zu seiner Wahl auf. „Mein Name darf nicht auf den ‚Bürgermeister Kandidat Stimmzettel‘, aber Ihr könnt ihn trotzdem darunterschreiben“, schreibt der AfD-Politiker. „Eine ‚ungültige Stimme‘ mit meinem Namen ist mehr als ein Kreuz… sie ist ein Symbol gegen die Verweigerung des passiven Wahlrechts.“Lesen Sie auchEine Recherche der WELT AM SONNTAG im vergangenen Winter zeigte, dass Detert antisemitische und rassistische Verschwörungserzählungen über die sozialen Netzwerke verbreitet hat. Insbesondere mit der „Reichsbürger“-Ideologie sympathisiert er. In einem geteilten Video heißt es etwa: „Das Deutsche Reich ist da – Es ist nie untergegangen – Es war in kein Kriegsgeschehen verwickelt – Es gehört uns.“Lesen Sie auchDie Bürgermeisterwahl soll im Zuge der NRW-Kommunalwahlen am 14. September stattfinden. Uwe Detert ist bereits der zweite AfD-Kandidat, der in den vergangenen Wochen von Wahlen ausgeschlossen wurde. Zuletzt scheiterte Joachim Paul vor dem Oberverwaltungsgericht Koblenz mit einem Eilantrag gegen seinen Ausschluss von der Oberbürgermeisterwahl in Ludwigshafen. dol