Als Erstes, so erklärt es Michael Verken, sei es für ihn und sein Team darum gegangen, „den Status quo zu erfassen“. Der beschreibt sich vereinfacht so: Das Unternehmen Kathrein, Spezialist für Sende- und Empfangstechnik, einst Rosenheims wirtschaftliches Aushängeschild in der Welt, hat in mehreren Bereichen Insolvenz angemeldet. Trotzdem beschreibt Insolvenzverwalter Verken die Lage nicht so schlecht, wie sie vielleicht auf Außenstehende wirkt. „Wir haben es geschafft, die Lage zu stabilisieren.“ Kunden und Zulieferer habe man halten können und der Geschäftsbetrieb laufe weiter. Als Nächstes gehe es darum, Kathrein wieder „nach vorne“ zu bringen.
Und warum auch nicht? „An der Qualität der Produkte“, sagt Verken, „hat es wohl nicht gelegen.“
Tatsächlich sind sie an vielen Gebäuden zu sehen: Kathrein-Satellitenschüsseln. Der Schriftzug ist zwar manchmal verblasst, der Empfang aber scheint vorhanden zu sein. Mit Kommunikationstechnik setzte das Unternehmen einst Milliarden um und sorgte für Tausende Jobs in Rosenheim und anderswo. Doch nach dem Tod des Firmenpatriarchen 2012 erwies sich Kathrein als aufgebläht, ein Teil wurde 2019 verkauft, für den restlichen ein Transformationsprozess angestoßen. Den erklärte man 2023 für abgeschlossen. „Kathrein hat riesiges Potenzial“, heißt es in einer Mitteilung von damals – und dass man daran arbeiten werde, „dieses Potenzial weiter zu realisieren“.







