Der Chef der israelischen Armee, Eyal Zamir, kam erst vor etwa einem halben Jahr in sein Amt – und zwar als Hardliner, jedenfalls wurde er damals als solcher beschrieben. Der Generalstabschef sollte den Gazakrieg mit größerer Härte vorantreiben, so wollte es Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu. Kaum war Zamir da, brach Israel die damalige Waffenruhe mit der islamistischen Palästinenser-Organisation Hamas, blockierte monatelang sämtliche Hilfslieferungen in den abgeriegelten, palästinensischen Küstenstreifen und begann mit der groß angelegten Militärstrategie, die im Norden Gazas Ortschaften zerstören und die Menschen in Zeltstädte an der Küste treiben sollte. Zamir verantwortete als Militärchef im Juni auch den erfolgreichen Luftkrieg gegen Iran.