PfadnavigationHomePanoramaVölklingen im SaarlandTod des 34-jährigen Polizisten – Spendenkampagne sammelt in zwei Tagen mehr als 170.000 Euro einVeröffentlicht am 24.08.2025Lesedauer: 2 MinutenNach dem tödlichen Tankstellenraub in Völklingen ist die Trauer nach wie vor groß. Eine Spendenkampagne für die Familie des verstorbenen Polizisten hat innerhalb weniger Tage über 200.000 Euro gesammelt.Die tödlichen Schüsse auf einen 34-jährigen Polizisten in Völklingen lösen weiter große Bestürzung aus. In Saarbrücken wird ein Kondolenzbuch ausgelegt. Eine Spendenkampagne sammelt binnen kurzer Zeit Zehntausende Euro ein. Die Frau des getöteten Polizisten zeigt sich „sehr dankbar“.Unglaubliche Anteilnahme am Tod von Simon B.: Der 34-jährige Polizist hatte nach einem Raubüberfall auf eine Tankstelle gemeinsam mit zwei Kollegen einen flüchtenden Mann zu Fuß verfolgt. Als sie den Verdächtigen festnehmen wollten, hatte der 18-Jährige einem der Beamten die Dienstwaffe entrissen und mehrfach geschossen. B. starb wenig später im Krankenhaus.„Wir stehen unter Schock und sind tief betroffen“, heißt es in einer GoFundMe-Kampagne, die am Freitagnachmittag durch den Immobilienberater Sebastian Klein aus Völklingen ins Leben gerufen wurde. Lesen Sie auch„Mit diesem GoFundMe möchte ich den Angehörigen eine Möglichkeit geben, in dieser unvorstellbaren schweren Zeit spürbare Unterstützung zu erhalten“, schrieb Klein in die Kampagnen-Info. Jede Spende – ob groß oder klein – helfe. „Lass uns gemeinsam zeigen, dass die Gemeinschaft fest zusammensteht“, heißt es in der Kampagne weiter. Und wie „die Gemeinschaft“ zusammensteht: Binnen zwei Tagen hat die Kampagne mehr als 170.000 Euro eingesammelt (Stand: 24. August, 8.00 Uhr). Rund 6800 Personen haben sich laut Kampagnen-Webseite bislang an der Aktion beteiligt. Die Witwe des getöteten Polizisten ist „sehr dankbar“, wie Klein weiter schrieb.Große Anteilnahme und MordermittlungenAuch die saarländische Staatskanzlei demonstriert Anteilnahme und legt von Montag an ein Kondolenzbuch aus. Zuerst wolle sich um 10.00 Uhr Ministerpräsidentin Anke Rehlinger (SPD) eintragen, hatte die Staatskanzlei am Samstag mitgeteilt. Das Buch wird im Foyer der Staatskanzlei in Saarbrücken ausgelegt. Bürger könnten sich bis Mittwoch eintragen.Derweil laufen die Ermittlungen zu dem Fall auch am Wochenende weiter, wie eine Polizeisprecherin sagte. Der 18-Jährige, der vor seiner Festnahme bei einem Schusswechsel mit der Polizei verletzt wurde, befinde sich nach wie vor im Krankenhaus. Lesen Sie auchDie Staatsanwaltschaft hatte ein Ermittlungsverfahren wegen besonders schwerem Raub sowie des Verdachts des Mordes und des zweifachen versuchten Mordes eingeleitet. Das Mordmerkmal der sogenannten Verdeckungsabsicht komme in Betracht, weil der mutmaßliche Täter deshalb geschossen habe, um zu verhindern, dass er identifiziert und zur Verantwortung gezogen werde. Weitere Einzelheiten würden voraussichtlich nicht vor Montag mitgeteilt.In der Nacht und am Freitag hatten Politik und Polizei mit Entsetzen und Anteilnahme auf den Tod reagiert. Unter anderem die saarländische Ministerpräsidentin Anke Rehlinger (SPD), der CDU-Landesvorsitzende Stephan Toscani, die Grünen-Landesvorsitzende Jeanne Dillschneider und Bundesinnenminister Alexander Dobrindt drückten ihre Anteilnahme aus. Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) wünschte der Familie sowie den Kolleginnen und Kollegen „von Herzen ganz viel Kraft“.rct