„Vielleicht schreibt mal jemand einen Krimi über diese Geschichte“, schlägt der Vorsitzende Richter Markus Koppenleitner vor, und setzt belustigt nach: „Oder eine Satire.“ Tatsächlich ist der Stoff, den die vier Angeklagten vor dem Landgericht ausbreiten, so absurd – und doch wahr: Das Quartett überfiel im April vergangenen Jahres bewaffnet einen Rewe-Markt, auf der Flucht verloren sie die Beute im aufgeweichten Tragebeutel, vergaßen Sturmhaube und Motorradhelm am Tatort und ließen so massenhaft DNA- und Fingerspuren zurück. Nur, um am Ende festzustellen, dass das dringend benötigte Geld, das der Kopf der Bande angeblichen Drogendealern schuldete, auch einer der Täter hätte vorschießen können. Ach ja: Und eine Rocker-ähnliche Bande darf im Plot auch nicht fehlen.
Prozess in München: Vier Männer überfallen einen Rewe-Markt - und alles geht schief
Mit Sturmhauben und Schreckschusswaffe erbeuten sie 3450 Euro, jedoch verlieren sie auf der Flucht das Geld und hinterlassen massenweise DNA-Spuren.






