2013 hat ein Bündnis namens „NOlympia“ dazu beigetragen, eine Bewerbung Münchens für die Winterspiele 2022 zu verhindern, nun lebt es wieder auf. Am Dienstag präsentierten Vertreter verschiedener politischer Parteien und gesellschaftlicher Organisationen schon mal ein gemeinsames Plakat mit dem Slogan: „Für München. Gegen Olympia“. Nach den Sommerferien will das Bündnis mit einer Informationskampagne die Bürgerinnen und Bürger der Landeshauptstadt überzeugen, beim Entscheid im Herbst gegen eine Bewerbung für Sommerspiele zu stimmen.
Worum geht es?
Der Münchner Stadtrat hat im Mai mit großer Mehrheit beschlossen, eine Bewerbung für Olympische Sommerspiele in die Wege zu leiten. Erster Schritt: Am 26. Oktober sollen die Menschen kundtun, ob sie das Großereignis überhaupt hier haben wollen. Ohne Rückhalt in der Bevölkerung keine Bewerbung – das hat Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) versprochen. „Soll München sich für die Olympischen Sommerspiele 2036, 2040 oder 2044 bewerben?“ lautet die Frage des Bürgerentscheids.
Selbst bei einem „Ja“ heißt das nicht, dass München zum Zug kommt. Sondern nur, dass eine Bewerbung weiter vorangetrieben wird, zunächst auf nationaler Ebene. Ende 2026 will der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) einen Kandidaten auswählen, neben München haben Berlin, Hamburg und die Region Rhein/Ruhr ihr Interesse angemeldet. Mit diesem Kandidaten geht der DOSB beim Internationalen Olympischen Komitee (IOC) in die nächste Runde, gegen Konkurrenten aus aller Welt. Gegen welche Mitbewerber ein deutscher Kandidat antreten müsste und wann der Zuschlag für welche Spiele vergeben wird, ist bislang völlig offen.






