Gegner drohen mit einer Klage gegen den Olympia-Ratsentscheid am 26. Oktober. In dieser Abstimmung werden die Münchnerinnen und Münchner darüber befinden, ob sich die Stadt um Sommerspiele in den Jahren 2036, 2040 oder 2044 bewerben soll. Gerade verschickt das Kreisverwaltungsreferat die Unterlagen an die Wähler. Darin enthalten ist neben der Begründung für die Zustimmung des Stadtrats ein Werbeflyer, der eindrücklich die Vorteile von Olympischen Spielen hervorhebt. „Das lassen wir so nicht durchgehen. Eine Anwältin prüft schon, wo wir ansetzen können“, sagte Stadtrat Tobias Ruff, Fraktionschef der ÖDP und eines der Gesichter der Olympia-Gegner.

Als ersten Schritt will das Bündnis, das eine Bewerbung ablehnt, die Regierung von Oberbayern als Rechtsaufsicht einschalten. „Heute oder morgen soll die Beschwerde raus“, sagte Ruff. Der zweite mögliche Schritt sei eine Klage. Eine spontane Einschätzung der Rechtslage konnte die Regierung von Oberbayern auf Anfrage bis Redaktionsschluss nicht abgeben. Die Stadtverwaltung ist sich jedoch sicher, korrekt zu handeln.

In dem Flyer wird den Wählerinnen und Wählern in einer fett gedruckten Überschrift erklärt: „Kosten werden refinanziert.“ Wie das geschehen soll, wird nicht dargelegt, nur das Beispiel der Sommerspiele 2024 in Paris und der Kosten von neun Milliarden Euro wird ausführlich beschrieben. Unten auf der Seite steht dann noch etwas abgesetzt der Vermerk für den Stand 12/24: „Finanzierung aus dem privaten Sektor“. In Paris wohl, was allerdings damit gemeint ist, bleibt kryptisch.