Ausgerechnet am 1. August, dem höchsten Feiertag der Schweiz. An diesem Tag wird die angebliche Gründung der Eidgenossenschaft im Jahr 1291 gefeiert. Manche Historiker werfen ein, was damals geschah, habe mit der modernen Schweiz wenig bis gar nichts zu tun. Das hat der Sache bisher aber nicht geschadet. Mit Feuerwerk, Lampions, Bratwürsten, Bergfeuern und jeder Menge Nationalfahnen feiern sich die Schweizer selbst. Nur in diesem Jahr trübte ausgerechnet der vermeintliche Freund auf der anderen Seite des Atlantiks die Stimmung.
In der Nacht auf Freitag hat Donald Trump neue Zölle verkündet – und besonders hart hat es wieder die Schweiz getroffen. 39 Prozent sollen von 7. August an für Exporte aus der Schweiz in die USA gelten. Das ist ein schwerer Schlag für die Schweizer Wirtschaft und eine schmerzhafte Niederlage für die Regierung in Bern. Der Bundesrat um die amtierende Bundespräsidentin Karin Keller-Sutter (FDP) hatte monatelang versucht, sich mit Donald Trump gut zu stellen. Schon im Februar hatte Keller-Sutter die Brandrede des US-Vizepräsidenten J. D. Vance bei der Münchner Sicherheitskonferenz gelobt und als „sehr schweizerisch“ bezeichnet, was nicht nur in ihrem eigenen Land für Irritationen gesorgt hatte.













