PfadnavigationHomePolitikDeutschlandNahost-KonfliktDeutschland gibt weitere fünf Millionen Euro für humanitäre Hilfe im Gaza-StreifenVeröffentlicht am 01.08.2025Lesedauer: 2 MinutenAußenminister Johann Wadephul hat die israelische Führung eindringlich vor einer internationalen Isolierung gewarnt, sollte sich die humanitäre Lage im Gaza-Streifen nicht umgehend verbessern. Die ganze Region stehe an einem Scheideweg. Max Hermes berichtet.Außenminister Wadephul kündigt bei seinem Besuch in Israel an, dass Deutschland seine Unterstützung für die Menschen im Gaza-Streifen ausbaut. Er reagiert auch auf den Vorwurf, dass die Hamas sich an den Hilfen bereichern könnte.Deutschland baut seine Hilfe für die Bevölkerung im Gaza-Streifen weiter aus. Außenminister Johann Wadephul (CDU) kündigte bei seinem Besuch in Israel zusätzliche Mittel von fünf Millionen Euro für das UN-Welternährungsprogramm WFP an. „Damit werden unter anderem Bäckereien und Suppenküchen unterstützt, um die Menschen in Gaza auch mittelfristig mit Brot und warmen Mahlzeiten zu versorgen“, sagte er.Außerdem finanziert die Bundesregierung ein Feldkrankenhaus der Malteser. Dieses wird demnach in Gaza Stadt eine dringend benötigte grundlegende Gesundheitsversorgung anbieten.Lesen Sie auchWadephul forderte die israelische Regierung auf, bei der humanitären Hilfe für den Gaza-Streifen schnell zu einer engen Zusammenarbeit mit den Vereinten Nationen und ihren Institutionen zurückzukehren. Deren Mitarbeiter hätten „klar gezeigt, dass sie in der Lage sind, alle Menschen in Gaza ausreichend zu versorgen, wenn man sie lässt und wenn sie in Sicherheit arbeiten können“.Deutsche Hilfsflüge für Gazastreifen begonnenUnterdessen hat die Bundeswehr ihre Hilfsaktion im Gazastreifen begonnen. Deutsche Transportflugzeuge hätten die ersten Paletten mit Lebensmitteln und medizinischer Ausrüstung abgeworfen, teilte das Verteidigungsministerium am Freitag mit.Der Außenminister schloss nicht aus, dass ein Teil der Hilfe von der terroristischen Hamas abgezweigt werden könne. Aber: „Die humanitäre Katastrophe im Gaza-Streifen ist jetzt so groß, dass es nicht gerechtfertigt ist, hier weitere Hürden aufzubauen.“ Im Übrigen sei das beste Mittel, um Missbrauch zu verhindern, möglichst viele Lebensmittel und Hilfsgüter in den Gaza-Streifen hereinzulassen.Nach Angaben des Auswärtigen Amtes beläuft sich die deutsche humanitäre Hilfe für die Palästinensischen Gebiete seit Beginn des Gaza-Krieges im Oktober 2023 auf mehr 330 Millionen Euro. Mehr als 95 Prozent davon würden für die Bevölkerung im Gazastreifen verwendet. Zuletzt wurden die Hilfen im Mai um bis zu knapp 31 Millionen Euro aufgestockt.dpa/jm/saha