iplomaten können selbst das größte Dilemma in wärmende Worte hüllen, so auch Außenminister Johann Wadephul beim Besuch in Israel. Einerseits kam er als Freund des jüdischen Staats. Andererseits verlangte er von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu, „sofort“ gegen die Hungersnot im Gazastreifen vorzugehen. Um diese Spannung aufzulösen, erklärte Wadephul, Deutschland müsse unbedingt verhindern, dass Israel noch weiter isoliert werde. Die Kritik aus Berlin sollte also klingen wie wohlwollende Hilfsbereitschaft.
Solidarität mit Israel bedeutet nicht, eine brutale Kriegsführung zu dulden.
Sollte die Regierung Netanjahu nicht die Hungersnot im Gazastreifen bekämpfen, muss die Bundesregierung Konsequenzen ziehen.














