Yu Zidi kommt am Montagabend den Gang entlang in der temporär aufgebauten Arena von Singapur, ihre Füße stecken in orangen Sandalen. Dazu trägt sie einen grauen Badeanzug, die chinesische Flagge prangt darauf links oben. Ihr Trainer läuft zwischen ihr und all den Kameras, er schirmt sie ab. Fragen prasseln trotzdem auf sie ein. Sie lächelt stoisch, geht langsam weiter. Die nächsten Fragen – Yu Zidi lächelt, geht weiter. Erst am Ende des langen Ganges bleibt sie kurz stehen: Sie sagt, wie die Reporterin der chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua später übersetzt, in ihrer Heimatsprache: „Ich war ein bisschen nervös, aber ich bin glücklich über das Ergebnis.“ Viel mehr ist Yu nicht zu entlocken. Nun ja, „etwas traurig“ sei sie, die Bruststrecke sei nicht so gut gewesen.