Der Donnerstag dürfte für Richard Lutz ein ungemütlicher Tag werden. Der Bahnchef muss erklären, wie es sein kann, dass in den ersten sechs Monaten des Jahres schon wieder ein Verlust von 760 Millionen Euro zusammengekommen ist. Und das trotz des Sparkurses, den Lutz dem Konzern verordnet hat. In seinen Erläuterungen dürfte einmal mehr der Fernverkehr eine zentrale Rolle spielen. Das Geschäft mit den IC- und ICE-Verbindungen steckt in der Krise. Die Pünktlichkeit lag zuletzt nur bei 57 Prozent, ein Großteil der Züge fährt mit zu vielen leeren Plätzen durchs Land, Deutschlandticket-Besitzer steigen auf den Regionalverkehr um. Der Fernverkehr ist nicht nur defizitär, sondern für viele auch unattraktiv.
Deutsche Bahn: Was Bahnkunden wirklich wollen, zeigt eine neue Umfrage
Zwei Drittel der Deutschen finden die Preise im DB-Fernverkehr zu hoch. Lieber als eine bessere Taktung hätten sie günstigere Tickets.









