Richard Lutz liest ab, Wort für Wort. Das ist zwar nicht zu sehen, die Deutsche Bahn hat sich dazu entschieden, die Halbjahreszahlen des Konzerns dieses Mal nur per Telefonkonferenz vorzutragen. Doch auch ohne Video ist zu deutlich vernehmen, dass Lutz mit keinem Wort von der Rede abweicht, die für ihn vorbereitet worden ist. Der Bahnchef steht unter Druck wie nie. Erst am Morgen musste er mit anhören, wie der Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Ulrich Lange (CSU), live in der ARD sagte, es werde schon bald eine Neuaufstellung der Bahn geben, und natürlich müsse dann auch „der Spielführer zu dieser Neuaufstellung passen“.