PfadnavigationHomeRegionalesHamburgFatih Akin über „Amrum“„Dieser Film war eine Reise in die Tiefen meiner ‚Deutschen Seele‘“Veröffentlicht am 29.07.2025Lesedauer: 3 MinutenFatih Akins Film „Amrum“ kommt nun in die deutschen KinosQuelle: Gordon Timpen/Warner BrothersBei der Weltpremiere in Cannes wurde der neue Film des Regisseurs Fatih Akin umjubelt. Nun feiert „Amrum“ auf dem Filmfest Hamburg seine Deutschlandpremiere. Das Werk basiert auf den Kindheitserinnerungen des Regisseurs Hark Bohm – und ist eine Reise in die deutsche Vergangenheit.Auf Amrum wächst Nanning zwischen Heidekrautfeldern und dem endlosen Watt auf. Die karge Natur der Nordseeinsel ist alles, was der Zwölfjährige kennt – und so hilft er in den letzten Kriegstagen des Jahres 1945 seiner Mutter dabei, die Familie zu ernähren. Nannings Erlebnisse – seine Kindheit, das Erwachsenwerden und die alles überdauernde Verbundenheit zu einer Insel – basieren auf den Kindheitserinnerungen des Drehbuchautors und Regisseurs Hark Bohm, 2024 in seinem Roman „Amrum“ erschienen und nun von Fatih Akin („Gegen die Wand“) verfilmt. Nachdem das Werk bei den Filmfestspielen in Cannes im Mai dieses Jahres seine umjubelte Weltpremiere gefeiert hatte, ist es jetzt erstmals in Deutschland zu sehen – beim Filmfest Hamburg. Insgesamt kündigen die Veranstalter für das Filmfest, das am 25. September startet und bis zum 4. Oktober in der Hansestadt läuft, mehr als 120 Filme aus aller Welt im Programm an. Für den 3. Oktober ist erneut der „Tag des freien Eintritts“ geplant. In den fünf Festivalkinos muss den Angaben zufolge dann kein Eintritt gezahlt werden, in weiteren Kinos soll jeweils eine Filmvorführung kostenfrei sein. Lesen Sie auchIm Film „Amrum“ hält die Gemeinschaft auf der Nordseeinsel 1945 zusammen. Doch Protagonist Nanning spürt das Misstrauen ihm und seiner regimetreuen Familie gegenüber, die überzeugte Nationalsozialisten sind. Mit dem Tod Hitlers brechen neue Zeiten an, und für den Zwölfjährigen ändert sich alles. „‚Amrum‘ handelt von der Vertreibung aus dem Paradies. Dieser Film war eine Mission, eine Reise in die Tiefen meiner ‚Deutschen Seele‘“, sagt Akin dazu laut Mitteilung des Filmfestes Hamburg. Der 51-jährige Regisseur, geboren und aufgewachsen im Hamburger Stadtteil Altona, fügt hinzu: „Vielleicht die letzte Lektion, die mich Meister Hark Bohm gelehrt hat. Das Kino bleibt ein ewiges Mysterium.“ In den Hauptrollen spielen unter anderem Laura Tonke, Jasper Billerbeck, Diane Kruger, Matthias Schweighöfer und Detlev Buck. Der mittlerweile 86 Jahre alte Bohm stand bei den Dreharbeiten auf der südlich von Sylt gelegenen Nordseeinsel ebenfalls vor der Kamera: als der alte Mann am Meer. „Diese Kinderjahre auf Amrum waren die wichtigsten“Bohm gilt als norddeutscher Vater des Autorenfilms („Nordsee ist Mordsee“). Geboren in Hamburg, wenige Monate vor Kriegsbeginn im Mai 1939, verbrachte er seine Kindheit bei seinen Großeltern auf Amrum. Die Insel, die Natur, das Dörfliche und der weite Horizont prägten ihn maßgeblich: „Amrum ist der Fleck Erde, der mir vermittelt, dass ich zu Hause bin“, sagte Bohm einmal in einem Interview. Alles, was er liebte, war auf der Insel. „Diese Kinderjahre auf Amrum waren die wichtigsten, und deshalb hab' ich wohl auch immer Amrum als meine Heimat betrachtet. Tue ich immer noch.“ Mit zwölf Jahren musste Bohm die Nordseeinsel verlassen und lebt längst in Hamburg, wo er in den gediegenen Elbvororten ein Haus geerbt hat. Sein Roman „Amrum“ wird als poetisches Zeitzeugnis beschrieben, in dessen Kern eine zutiefst menschliche Geschichte steht. Es ist Bohms belletristischer Erstling, den er zusammen mit dem Schriftsteller Philipp Winkler verfasst hat. Der gleichnamige Film von Akin soll am 9. Oktober in den Kinos hierzulande anlaufen – ein Film über eine wilde Schönheit, über die Bedeutung von Herkunft und, wie man lernt, den eigenen Weg zu gehen. Das Drehbuch stammt aus der Feder von Bohm und Akin. mit dpa
Fatih Akin über „Amrum“: „Dieser Film war eine Reise in die Tiefen meiner ‚Deutschen Seele‘“ - WELT
Bei der Weltpremiere in Cannes wurde der neue Film des Regisseurs Fatih Akin umjubelt. Nun feiert „Amrum“ auf dem Filmfest Hamburg seine Deutschlandpremiere. Das Werk basiert auf den Kindheitserinnerungen des Regisseurs Hark Bohm – und ist eine Reise in die deutsche Vergangenheit.






