Um zu verstehen, wieso das kleinere, ärmere Kambodscha sich auf Gefechte mit dem reichen Nachbarn Thailand und seiner riesigen Armee einlässt, muss man Hun Sen kennen. Der heute 72-Jährige war nicht nur fast vierzig Jahre lang Premierminister von Kambodscha, er ist die Person, auf die in Phnom Penh alles zuläuft. Ohne ihn gäbe es keine Angriffe, ohne ihn wird es keinen dauerhaften Frieden geben, auch wenn er seinen Sohn, Premier Hun Manet, am Montag eine sofortige Waffenruhe aushandeln ließ auf dem Friedensgipfel in Kuala Lumpur.