Das Café Onos im Glockenbachviertel ist in leuchtendes Ägäisblau und strahlendes Weiß getaucht. Man fühlt sich damit sofort an den letzten Griechenlandurlaub erinnert. Wer sich nun fragt, ob das Zufall ist, muss nur einen Blick auf den schnörkeligen Schriftzug über dem Eingang werfen, um zu wissen: Das Onos ist tatsächlich eine Hommage an ebenjenes Land. Und der Name, der übersetzt Esel bedeutet, erinnert an Manolis Kyriakakis’ Onkel. Ein Bild, auf dem der damals vierjährige Cafébetreiber auf einem von dessen Eseln sitzt, ziert die Wand.

Kyriakakis ist, das verrät nicht zuletzt der Nachname, keiner der sich im Urlaub in das Land an der Ägäis verliebt hat. Seine Eltern kamen einst als Gastarbeiter nach Deutschland, er selbst ist gebürtiger Münchner. Aber die Heimat seiner Eltern, die ist auch für den jungen Mann mit dem vollen Bart zu Hause. Und mehr noch: Kreta, das ist für ihn ein Lebensgefühl. Mit seinem kleinen Café an der Augsburger Straße will er ein wenig davon nach München holen. Beim blau-weißen Interieur hört es deshalb nicht auf, es zieht sich auch durch die Speisekarte – kleine Twists hier und da sind immer erlaubt.

Auf der Karte findet man also zum einen Κούλουρι oder eben Koulouri, ein griechischer Sesamring, den man wahlweise einfach so (2,80 Euro), mit Frischkäse und Mortadella (7,80 Euro) oder mit Frischkäse und Honig (5,80 Euro) bestellen kann. Der Thymianhonig dafür kommt aus Kyriakakis’ Heimatdorf Agios Thomas und wird von seiner Familie produziert.