Bayerns größtes katholisches Bistum, das Erzbistum München und Freising, hat im vergangenen Jahr ein positives Jahresergebnis von 146 Millionen Euro erwirtschaftet. Das liege aber in erster Linie an „Einmaleffekten“ und daran, dass eigentlich nötige Baumaßnahmen verschoben wurden, hieß es. „Die grundlegenden Rahmenbedingungen bleiben unverändert herausfordernd“, sagte die Amtschefin des Erzbischöflichen Ordinariats, Stephanie Herrmann. Damit blieben „Maßnahmen zur Konsolidierung notwendig“.
Die Erträge für 2024 bezifferte Finanzchef Markus Reif auf rund 921 Millionen Euro – das ist ein Plus von 65 Millionen im Vergleich zum Vorjahr. 645 Millionen davon kamen seinen Angaben zufolge aus der Kirchensteuer, 140 Millionen aus öffentlichen Zuschüssen.2023 hatte die Erzdiözese mit Kirchensteuern rund vier Prozent weniger, nämlich 617 Millionen Euro, eingenommen. Das liegt laut Reif vor allem an der Kapitalertragssteuer aus Verkäufen, auf die auch Kirchensteuer gezahlt werden müsse. Insgesamt aber stellt sich die katholische Kirche wegen ihres Mitgliederschwunds überall auf rückläufige Einnahmen ein. Zeitgleich steigen die Ausgaben.
Wie Generalvikar Christoph Klingan berichtet, sind vor allem die zahlreichen Immobilien im Eigentum der Erzdiözese eine Herausforderung. Er sprach von „kostenintensiven Instandhaltungen“. Nach Angaben von Finanzdirektor Reif werden allein die seit Jahren laufenden Sanierungsarbeiten auf dem Freisinger Domberg rund 350 Millionen Euro gekostet haben, wenn sie in zwei Jahren abgeschlossen werden.






