Steht nun auch die EU vor einem Handelsdeal mit den Vereinigten Staaten? Zumindest nimmt ein möglicher Deal inzwischen offenbar konkretere Konturen an. Die EU würde einen Basiszollsatz von 15 Prozent auf beinahe alle Waren hinnehmen. Er würde auch für Autos, Autoteile und Pharmazeutika gelten. Für Autos gilt momentan ein Sondersollsatz von 25 Prozent. Nur für Stahl und Aluminium würde es bei dem geltenden höheren Sonderzoll von 50 Prozent bleiben. So hat es die Europäische Kommission nach Angaben von zwei Diplomaten den Botschaftern der EU-Staaten am Mittwoch nach einem Telefonat von Handelskommissar Maroš Šefčovič mit dem amerikanischen Handelsminister Howard Lutnick skizziert. Der Deal käme damit dem Abkommen nahe, das Japan und die Vereinigten Staaten in der Nacht zum Mittwoch verkündet haben. Es sieht ebenfalls einen Zollsatz von 15 Prozent vor mit Ausnahme von Stahl und Aluminium, für die weiterhin 50 Prozent gelten sollen. „15 Prozent auf alles bis auf Stahl“, scheine eine mögliche Formel zu sein, sagte ein Diplomat. Zuerst hatte die „Financial Times“ berichtet.