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ie jüdische Katastrophe machte aus dem jüdischen Volk eine Rechtseinheit, die kollektive Ansprüche geltend machen konnte. Der Schutz jüdischen Lebens ist ihr oberstes Gebot. Aus dieser Geschichte können Juden und Jüdinnen nicht ausbrechen. Wie soll man daher als Jude und Israeli mit einer atomaren Bedrohung umgehen? Es mag sein, dass es keine iranische Staatsdoktrin gibt, die Israel auslöschen will, aber sicher gibt es Fantasien der Auslöschung. Und natürlich nicht nur Fantasien, sondern auch ganz konkrete Praktiken. Wie können Juden und Jüdinnen so etwas nicht ernst nehmen? Diese Fantasien nicht beim Wort zu nehmen, ist realitätsfremd und nimmt die Taten des iranischen Regimes gegen Juden und Israelis in den vergangenen 30 Jahren nicht wahr. Der israelische Präventivangriff am 13. Juni fiel nicht aus heiterem Himmel, sondern muss im Zusammenhang mit den stetigen Eskalationen der iranischen Aggressionen gegen Israel und jüdische Einrichtungen betrachtet werden.












