Am Morgen ist Nina Warken noch auf sich gestellt. Die neue Gesundheitsministerin (CDU) ist zu Gast im Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestages. Die Parlamentarier haben Fragen, viele Fragen. Später muss sie auch noch im Haushaltsausschuss Rede und Antwort stehen, genau wie Ex-Gesundheitsminister und Unionsfraktionschef Jens Spahn, danach steht eine Aktuelle Stunde im Plenum an. Es geht um die Maskenbeschaffung in der Coronapandemie, quasi den ganzen Tag.
Die Sitzung des Gesundheitsausschusses ist nicht-öffentlich, aber am Ende sickert doch durch, was in Saal E300 des Paul-Löbe-Hauses gesprochen wurde. Für sie persönlich blieben nach der Lektüre des Berichts der Sonderermittlerin Margaretha Sudhof (SPD) zur Maskenbeschaffung viele Fragen offen, soll Warken gesagt haben. Einige Darstellungen seien für sie nicht nachvollziehbar, auch weil sie nicht wisse, auf welche Quellen sich Sudhof beziehe. Am Tag zuvor hatte sie den Bericht trotz anfänglicher Bedenken den Parlamentariern zugänglich gemacht, einige Seiten komplett geschwärzt. Ihr gehe es weniger darum, zurückzublicken, sondern die richtigen Schlüsse zu ziehen für die Zukunft. „Der Erkenntnisgewinn war relativ“, sagt ein Gesundheitspolitiker im Anschluss. „Den Rest muss jetzt der Haushaltsausschuss machen.“










